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Meine Stadt Hannovers erstes Windrad erfolgreich gesprengt
Hannover Meine Stadt Hannovers erstes Windrad erfolgreich gesprengt
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17:02 28.11.2019
Sprengung Windkraftanlage Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Die übliche Laufzeit hatte die seit 1990 im Betrieb gewesene Windkraftanlage von Enercity auf dem hannoverschen Kronsberg mit 29 Jahren längst um fast ein Jahrzehnt überschritten – seit Donnerstagnachmittag ist sie nun endgültig Geschichte: Per Sprengung wurde der von Gondelgehäuse und Rotor befreite Turm gesprengt.

Das Windrad war eines der ersten im Lande Niedersachsen, mit einer Leistung von 300 Kilowatt und einer Nabenhöhe von 40 Metern für heutige Verhältnisse aber ein Zwerg: Heute reichen die gängigen Anlagen samt Rotorflügeln bis über 200 Meter hinauf und liefern bis zur zehnfachen Leistung.

BEREIT: Sprengingenieur Daniel Maul. Quelle: Heidrich

19 Löcher hatte der Trupp der Thüringer Sprenggesellschaft (aus Kaulsdorf) um Sprengingenieur Daniel Maul gebohrt und darin Amonsalpetersprengladungen eingebracht. Um 15 Uhr wurden die Ladungen elektrisch gezündet, eine nach der anderen in rascher Folge.

Ob nun ein Haus, eine Brücke oder etwa ein Schornstein zu Fall gebracht werden soll: „Jede Sprengung ist anspruchsvoll und hat ihre Besonderheiten“, sagt Maul. „Hier war es die schlanke Bauart, die zielgerichtet komplett zum Kippen gebracht werden musste - und dies bei relativ geringem Eigengewicht.“ Nach ganz wenigen Sekunden lag der Turm am Boden, nach nicht einmal zehn Sekunden hatte sich der Staub dank des Windes und des feuchten Bodens gelichtet und gelegt – alles lief ganz genau so, wie von den Sprengexperten geplant.

Der nun am Boden liegende Turm aus 80 Tonnen Stahl und Beton wird als gewöhnlicher Bauschutt entsorgt – das soll schon bald erledigt sein. Der Betonsockel, auf dem die Anlage ruhte, bleibt laut Enercity-Sprecher Carlo Kallen auch nicht im Boden: „Das Fundament wird aufgebrochen, demontiert und abgefahren. Noch in diesem Jahr kommt wieder Mutterboden drauf und wird das Gelände der Stadt übergeben.“

Von Ralph Hübner

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