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Meine Stadt Premiere für den ersten Restpostenmarkt
Hannover Meine Stadt Premiere für den ersten Restpostenmarkt
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17:39 06.12.2019
ENDSPURT: Cenk Akgül will am Freitag, 13. Dezember, in Hannover nahe des Aegidientorplatzes sein Restposten- und Ausstellungsgeschäft für Elektronikgeräte eröffnen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die Brüder Cenk (24) und Can Akgül (26) haben begonnen, ihr gegenseitig gegebenes Versprechen zu erfüllen – und dafür beide ihren Job hingeworfen. Als sichtbares Zeichen eröffnen sie am Freitag, den 13. Dezember, in Hannover den mutmaßlich ersten deutschen Laden für Restposten, Ausstellungsstücke, Rückläufer, B-Ware & Co. der Elektrogerätebranche. Hier, ganz nah am Aegidientorplatz, ist in ihrem „electronics outlet store“ auch zu sehen und anzufassen, was man kauft – seien es nun eine Waschmaschine, eine Kühl-Gefrier-Kombi oder eben ein modernes Smartphone oder ein Flachbild-TV im XXL-Format. Und, na klar, alles zu super günstigen Preisen, zum selbst abholen oder bringen lassen.

Nicht nur Amazon & Co.

Der Laden soll das Internetgeschäft der Brüder – bislang verkaufen sie überwiegend über Amazon Marketplace, Ebay und Facebook – ergänzen, womöglich sogar noch toppen: „Wir hoffen, durch diese Art Laden einen Boom auszulösen, denn diese Art Warenpräsentation gibt es noch nirgends. Wir wollen, dass die Leute scharf darauf sind zu uns zu kommen – so, wie sie manchmal bei Apple Schlange stehen“, sagt Cenk, der kaufmännisch ausgebildet ist.

In Rekordzeit absolviert

Dabei wollte Cenk Akgül erst gar nicht eine Kaufmannslehre durchlaufen: drei bis dreieinhalb Jahre Ausbildung – das schien ihm zu lange. Doch als ihm klar wurde: Wenn Du dich anstrengst, geht das auch deutlich schneller!, machte er es doch. Und legte sich ins Zeug: Mit Top-Noten schaffte er es in eine „Eliteklasse“ und hatte den Abschluss nach einem Jahr und acht Monaten in der Tasche.

„Ich habe 18 Jahre mit meinem Bruder in einem Zimmer gelebt, und das war nicht groß. Wir haben uns da immer unsere Träume erzählt und uns versprochen: Irgendwann machen wir was und kommen damit groß raus.“ Und das versuchen sie jetzt: Cenk hat seinen Job als Filialleiter des Textilgeschäfts „Eightyfive“ in der Ernst-August-Galerie aufgegeben, Bruder Can seinen Job beim Krankenversicherer Debeka. Unterstützt werden sie von Vater Halil (50) – er hat Branchenerfahrung (betrieb lange Jahre Handy-Shops) und half bei den Kontakten, ist jetzt bei seinen Söhnen angestellt.

Das Versprechen

Der Name electronics-by.bros soll einerseits ein Hinweis sein, dass die Akgüls immer nach dem Motto „brüderlich“ handeln wollen (bros. ist die englische Abkürzung für brothers, also (Ge-)Brüder). Und das Versprechen soll zum Wiedererkennungswert werden: Die beiden planen, ihre Geschäfte auf andere Felder auszuweiten – dann ebenfalls versehen mit dem Zusatz „by bros.“ Auslöser, überhaupt ein „echtes Geschäft“ zu eröffnen, waren maßgeblich mit die Fragen von Kunden, ob man denn die Geräte etwa mal ansehen oder auch abholen könne.

Gestartet haben sie ihr Handelsgeschäft tatsächlich mit dem Onlineverkauf von Textilien in der elterlichen Garage in Garbsen 2018. Dort wurde es ihnen bald zu eng und war es „im Winter zu kalt“, zudem starteten sie das Elektrowarengeschäft, so dass schon Ende 2018 von Langenhagen aus operiert wurde. Künftig agieren sie nun aus der Breiten Straße 4 am Aegi heraus, wo sich außer dem Schauraum auch das Lager befindet. Sie wollen sowohl Groß- als auch Einzelhändler und Endverbraucher bedienen.

Viel Samsung – doch nicht nur

AUSWAHL: Cenk Akgül hat neben großen TVs auch einige Waschmaschinen in seinem Schauraum – kleinere Geräte stehen im Untergeschoss. Quelle: Behrens

Die meisten angebotenen Produkte kommen aus dem Hause Samsung, mit dem die Akgüls auch einen Partnervertrag haben; daneben gibt es aber etwa auch Bosch, Vestel, Finlux, Roadstar oder Gardena sowie Apple-iPhones und Zubehör. Das Konzept haben sie so entwickelt, dass sie es als Franchise anbieten wollen – also das Geschäftsmodell und Unterstützung bei Werbung, Organisation, Abwicklung gegen Lizenzgebühren anderen Geschäftsleuten anbieten.

Wer Cenk, der als Geschäftsführer eingetragen ist, sieht und hört, der nimmt ihm gerne ab, wenn er sagt: „Schnelles Geld machen kann jeder irgendwie. Wichtiger aber ist langfristig zu überleben. Deshalb versuche ich 100 Prozent Service zu bieten und deshalb haben wir auch 100 Prozent positive Bewertungen auf unseren Online-Plattformen. Da lege ich Wert drauf!“

Seltene Stücke

Der junge, fitnessstudiogestählte Unternehmer will seinen Kunden durch seine speziellen Kontakte auch Waren bieten „die auf dem Markt schwer zu finden sind“. Besondere TV-Modelle etwa, die nicht mehr produziert werden und die ein Kunde gerne haben will, wie 3D-Geräte. „Da haben wir auch Zugriff drauf“. Zudem sei die bei ihm zu erhaltende B-Ware etwa technisch immer im Top-Zustand. Und wenn mal irgendwo eine kleine äußerliche Macke sei, dann mache die das ohnehin im Vergleich günstige Gerät nochmal deutlich günstiger.

Von Ralph Hübner

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