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Meine Stadt Systemgastronomie für die Galerie Luise
Hannover Meine Stadt Systemgastronomie für die Galerie Luise
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13:45 17.01.2019
NEUER ANLAUF: Das Projekt Piazza Italiana hat sich zerschlagen. Jetzt soll es in der Galerie Luise eine Systemgastronomie geben. Quelle: Behrens
HANNOVER

Restauration, Weinhandel und Feinkostmeile in einem, und das über zwei Etagen mit schicker Empore im Obergeschoss: Längst hätte die Piazza Italiana in der Galerie Luise eröffnet worden sein. Ist sie aber nicht, stattdessen sperrt noch immer ein Bauzaun den Bereich in der Rotunde ab. Hintergrund: Der Gastronom aus Isernhagen, der das Millionenprojekt stemmen wollte, ist inzwischen abgesprungen, die Münchner Immobilienfirma Accom GmbH, der die Galerie Luise gehört, sucht aktuell nach Lösungen, hat das Gastro-Projekt noch nicht begraben:

„Wir befinden uns gerade in fortgeschrittenen Verhandlungen mit alternativen Systemgastronomie-Anbietern, die attraktive Konzepte in der Galerie Luise realisieren wollen“, so Claus Angerer von Accom, der zuständig ist für die Galerie Luise. Der Abschluss der Vertragsverhandlungen sei für das erste Quartal 2019 geplant, danach wolle man mit Informationen an die Öffentlichkeit gehen.

BAUSTELLE: In Richtung Joachimstraße ist der geplante rückwärtige Ausgang ebenfalls noch umzäunt. Quelle: Behrens

 

Das Mega-Gastroprojekt hatte sich von Anfang an zu einer zähen Angelegenheit entwickelt, gleich viermal wurde die Eröffnung verschoben – vom ersten Quartal 2017 bis Mitte 2018. Und jetzt erneut. Untätigkeit kann man dem Münchner Besitzer dabei nicht vorwerfen – über viele Monate wurde 2018 am Umbau gearbeitet. Nach gemeinsamen Plänen und Vorstellungen des Gastro-Betreibers, der dann aber offenbar kalte Füße bekam. Im 2018 Juli hatte Accom-Geschäftsführer Stefan Kalmund gegenüber der NP erklärt: „Die Geschwindigkeit, mit der dieses Projekt angegangen wird, stellt uns nicht zufrieden.“ Man habe den Umbau der Räumlichkeit in der Ro­tunde abgeschlossen, jetzt sei der Mieter am Zug. Der hatte danach reagiert – indem er von dem Projekt ausgestiegen war.

Von einer zweiten Immoblie in Hannover hat sich das Münchner Unternehmen inzwischen getrennt: Ende 2018 verkaufte Accom den Podi-Park –für gut 90 Millionen Euro. Neuer Besitzer ist die Dream Global Gruppe mit Hauptsitz in Toronto. Der Gruppe gehören in Österreich, den Niederlanden und Deutschland zusammen 236 Immobilien. 2014 hatte Accom den Podbi-Park erworben und führte bis 2017 umfangreiche Ausbau- und Aufwertungsmaßnahmen aus und etablierte dadurch neue Geschäfts- und Einkaufsmöglichkeiten.

NEUER BESITZER: Vom Podbi-Park in der List hat sich Accom getrennt. Neuer Besitzer ist eine Immobiliengruppe aus Toronto. Quelle: Franson

Die größten Mieter sind die Ingenieursgesellschaft HaCon mit über 7000 Quadratmeter, der Innenausstatter Who’s Perfect mit knapp 3600 Quadratmeter, die Stadt Hannover mit rund 1800 Quadratmeter und der Energieversorger Innogy SE mit etwa 1400 Quadratmeter Mietfläche. Und: Accom selber ist dem Podbi-Park als Mieter erhalten geblieben –für die hannoversche Niederlassung. Insgesamt umfasst der Podbi-Park circa 37 000 Quadratmeter Nutzfläche. Der Komplex aus dem Jahr 1911 beherbergte früher die Bahlsen Keksfabrik, zwischen 1993 und 1995 erfolgten eine Kernsanierung und der Umbau von der Fabrikanlage zum Büro- und Gewerbepark.

„Der erfolgreiche Verkauf des Podbi-Parks unterstreicht die gute Arbeit, die das gesamte Team vor Ort geleistet hat. Die komplette Repositionierung eines Objekts dieser Größenordnung verlangt einen langen Atem, ein strategisches Gesamtkonzept und intime Marktkenntnis“, so Constantin Sepmeier, der zweite Geschäftsführer von Accom.

Von Andreas Voigt

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