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Meine Stadt Die Wasserstadt Limmer bekommt Gesicht
Hannover Meine Stadt Die Wasserstadt Limmer bekommt Gesicht
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00:16 08.02.2014
SO KÖNNTE ES AUSSEHEN: Die Pläne des Hamburger Architekturbüro Spengler Wiescholek.
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Hannover

Hannover. Die neuen Pläne stellten Stadtbaurat Uwe Bodemann und Papenburg Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit vor. Sie wurden ausgearbeitet von dem Hamburger Architekturbüro Spengler Wiescholek, das bereits Erfahrungen mit dem Thema Wohnen am Wasser gesammelt hat.

Grund für das Umdenken bei der Planung ist auch die Tatsache, dass Hannover rasant wächst – und damit auch die Nachfrage nach Wohnraum. Wie jetzt bekannt wurde ist die Einwohnerzahl allein 2013 erneut um 5000 gestiegen. In den letzten drei Jahren hat sie damit in Summe um 13000 zugenommen. „Unsere Empfehlung ist, diese Größenordnung zu verwirklichen. Der Bedarf ist da“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. Geht es nach ihm, soll die Wasserstadt „ein Angebot für alle sein. Das macht den Stadtteil bunt und stabil“, so der Stadtbaurat. Auch Architektin Ingrid Spengler hält das für wichtig, sonst drohe „Langeweile“.

 Deshalb soll es auch in der Wasserstadt 25 Prozent geförderten Wohnraum geben. Um eine gute Mischung hinzubekommen, sollen bei der Bebauung der Wasserstadt auch kleinere Baugruppen und Wohngemeinschaften zum Zuge kommen. Geplant sind außerdem Studenten- und Seniorenwohnungen, zwei bis drei Kitas, mehrere Spielplätze, ein Bolzplatz sowie möglicherweise sogar ein Gymnasium im südlichen Teil des Wasserstadtgeländes. „Wir wollen keine Schlafstadt mit lauter gleichen Wohnungen“, sagt Architektin Spengler, die in ihrem Entwurf als Akzente auch vier achtgeschossige Türme geplant hat, die bereits im ersten Bauabschnitt am Wasser realisiert werden sollen. Während zuvor größtenteils Einfamilienhäuser gebaut werden sollten, soll bei der neuen Planung der Anteil der Mehrfamilienhäuser im Geschosswohnungsbau auf rund 90 Prozent steigen.

Geht alles glatt, kann es laut Stadt bereits im kommenden Jahr mit dem Hochbau losgehen. Schon nach dem Winter soll die zentrale Erschließungsstraße für die Wasserstadt gebaut werden. Allerdings muss die Politik noch den neuen Plänen zustimmen. Vor allem aus dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer hatte es bereits im Vorfeld Kritik gegeben, weil dieser nicht in die Ausarbeitung der Planänderungen einbezogen worden war. Laut Stadtbaurat Uwe Bodemann handelt es sich jedoch nur um eine „Weiterentwicklung“ der bisherigen Planung und nicht um eine komplette Neuplanung, weil wesentliche Züge der Gestaltung des Geländes beibehalten worden seien.