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Meine Stadt Die Region fördert schnelles Internet für Schulen
Hannover Meine Stadt Die Region fördert schnelles Internet für Schulen
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18:41 04.06.2019
ALLTAG: Tablets gehören inzwischen zum Unterricht. Doch nicht jede Schule aus der Region Hannover kann da mithalten, da ihnen ein leistungsstarkes Internet fehlt. Das soll flächendeckend bis 2021 kommen. Quelle: Foto: dpa
HANNOVER

Mit Blick auf den schleppenden Ausbau von Gigabitnetzen an Schulen lässt sich zweifelsfrei festhalten: Das schnelle Internet für alle ist immer noch eine langsame Angelegenheit.

In Zahlen ausgedrückt: Von 400 Schulstandorten in Stadt und Umland von Hannover verfügen aktuell nur 15 Prozent über einen Breitbandanschluss für schnelles Internet. Dieses Zeitlupentempo will die Region Hannover nun flott machen: 320 Schulen sollen bis ins Jahr 2021 noch mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde versorgt werden.

Die Region geht von Gesamtkosten in Höhe von 16 Millionen Euro aus. Vier Millionen schießt sie aus dem eigenen Haushalt dazu, zwölf Millionen Euro kommen aus Fördertöpfen von Bund und Land. Geld aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern, wie er im Februar der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, zapft die Region allerdings nicht an. Diese Summe – für Niedersachsens Schulen geht es um rund 500 Millionen Euro – ist etwa für W-Lan-Anschlüsse für Tablets und Smartboards gedacht. Damit diese aber leistungsfähig für alle funktionieren, brauchen die Schulen Breitbandanschluss – für den die Region Hannover jetzt flächendeckend sorgt.

Berücksichtigen will die Region alle allgemeinbildenden Schulen in kommunaler, freier und kirchlicher Trägerschaft, Förderschulen und öffentliche Berufsschulen. „Es soll nicht jeder Schulträger aus den 21 Kommunen für sich losgehen. Das Land möchte einen Ansprechpartner, und den bekommt es. Außerdem ist es schneller und wirtschaftlicher, als wenn jeder alleine losläuft“, argumentierte Regionspräsident Hauke Jagau.

Ab Herbst wird die Wirtschaftsförderung die zwölf Millionen Euro beim Land beantragen – und ist sehr guter Hoffnung, dann auch berücksichtigt zu werden: „Wir sind einer der ersten Landkreise beziehungsweise Regionen, die die Förderung beantragen“, sagt Alexander Skubowius, Fachbereichsleiter für die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung bei der Region.

Ausgeschrieben wird europaweit nach dem sogenannten „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“. Das heißt: Die Region gewährt den Telekommunikationsunternehmen eine Investitionshilfe für den Fehlbetrag zwischen ihren Investitions-und den Betriebskosten auf der einen und den zu erwartenden Einnahmen auf der andere Seite.

Pro Schulstandort kalkuliert die Region mit Erschließungskosten von bis zu 50 000 Euro. Bei den 320 Schulen kommen somit 16 Millionen Euro zusammen. „Wir fördern nur dort, wo Breitband vom Markt nicht abgedeckt wird. Ist eine Schule bereits berücksichtigt oder bekommt in Kürze einen Breitbandanschluss, wird sie nicht gefördert“, sagte Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz.

Welche Schulen in den nächsten drei Jahren erschlossen werden sollen, will die Region bis Ende Juni bei den Telekommunikationsunternehmen erfragen.

Von Andreas Voigt

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