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Meine Stadt Der Schorsenbummel will jünger werden
Hannover Meine Stadt Der Schorsenbummel will jünger werden
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15:24 05.05.2019
Teufelsgeiger Charly Neumann am Sonntagmittag beim Schorsenbummel. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Wenn Charly Neumann (81) als König Georg verkleidet die Geige spielt und zahlreiche Hannoveraner auf dem Opernplatz zu seiner Musik wippen, bedeutet das: Es ist wieder Schorsenbummel. Auch im Jahr 2019 findet die Veranstaltung dreimal statt, am Sonntag war Saisonauftakt.

Saisonauftakt für den Schorsenbummel 2019: Am Sonntagmittag traten wieder Teufelsgeiger Charly Neumann und Ernst Müller mit dem Hausorchester des Prinzen von Hannover auf.

Kein Königswetter

Im Vorfeld hatte sich Neumann Kaiserwetter – oder passender: Königswetter – gewünscht. Das blieb am Sonntag aus. Mit 11 Grad war es frisch für einen Maitag, Besucherandrang blieb vielleicht auch deshalb aus. „Diese Veranstaltung ist abhängig vom Wetter“ so Petra Rudszuck (57) vom Kulturbüro. Einige Bierbänke auf dem Opernplatz blieben leer.

„Ich habe hier schon eine bessere Stimmung erlebt, es ist einfach zu kalt“, so Besucherin Brigitte Anders (70), dick eingepackt mit Schal und Winterjacke. Trotzdem sind sie und ihr Mann Klaus-Dieter Anders (70) wie jedes mal gekommen: „Der Schorsenbummel, Charly Neumann und Ernst Möller gehören einfach zu Hannover dazu, das sind Urgesteine.“

Etwas für die ältere Generation

Der Teufelsgeiger Neumann und Dirigent Ernst Müller (80) sind ein Publikumsmagnet für die ältere Generation. „Ich habe Neumann schon im Jahr 1986 auftreten sehen“, so Christa Müller (75). „Das Event hier ist eher was für die ältere Generation – da gehören wir ja zu“, so Müller mit einem Blick zu ihrem Mann Rainer Müller (75).

Den Schorsenbummel jünger machen

Trotzdem: Das Kulturbüro der Stadt gibt sich alle Mühe, den Schorsenbummel auch für jüngere Menschen ansprechend zu machen. So spielte am Sonntag die „All Generation Bigband“ am Kröpcke und „Chalance“ jungen Jazz auf dem Georgsplatz.

Der Altersdurchschnitt war an diesen Stationen deutlich jünger. „Wir waren zuerst bei Neumann und Müller am Opernplatz und sind jetzt zum Kröpcke gegangen. Das ist mehr unsere Musik hier“, so eine 54-jährige Besucherin. „Gut, dass es beim Schorsenbummel mittlerweile auch jüngere Musik gibt.“

Sogar noch jüngere Besucher genossen die Musik der Bigband, zum Beispiel eine 25-jährige Besucherin. „Ehrlich gesagt kannte ich den Schorsenbummel gar nicht und ich bin nur zufällig hier. Aber es könnten ruhig auch mehr jüngere Menschen kommen, es ist eigentlich ganz cool.“ Der Plan des Kulturbüros scheint aufgegangen zu sein – beim nächsten Mal muss nur noch das Wetter und mehrere Besucher mitspielen.

Die nächsten Termine für den Schorsenbummel: 16. Juni und 22. September 2019.

Von Josina Kelz

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