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Meine Stadt Hannover: Das wollen Jugendliche von Politikern
Hannover Meine Stadt Hannover: Das wollen Jugendliche von Politikern
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18:56 14.05.2019
Engagiert: Lars Englert (19), Marco Giovanni Mattioli (18) und Ksenia Anishchenko (17). Quelle: Behrens
Hannover

Die Freizeitgestaltung eines Jugendlichen sieht meistens anders aus als bei Ksenia Anishchenko (17), Marco Giovanni Mattioli (18) und Lars Englert (19). Die drei Jugendlichen aus Hannover engagieren sich neben Schule und Hobbys für die Politik: Zwischen Lernstress, Freunden und Vereinssport trifft man sie auf Demonstrationen und in Parteien an. Am vergangenen Wochenende sind sie nach Berlin zu den „JugendPolitikTagen“ 2019 gereist – als drei von 450 Auserwählten.

Mit Forderungen nach Berlin

Jeder von ihnen hatte eine Forderung im Gepäck, die mit in die Jugendstrategie der Bundesregierung einfließen sollte. Anishchenko setzt sich als Mitorganisatorin der Fridays-for-Future-Demonstrationen in Hannover für Nachhaltigkeit ein. Ihre Forderung: Die Bundesregierung müsse aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen und dem Beispiel Frankreich folgen.

Englert will mehr Bürgerbeteiligung erreichen. In seinem Bundesfreiwilligendienst beim Verein „Politik zum Anfassen“ entwickelt er eine App, die Menschen in Abstimmungen einbezieht und partizipiert. Dieses Onlinetool stellte er in Berlin vor.

In seiner Arbeitsgruppe „Digitale Demokratie“ war auch der Hannoveraner Mattioli. Der 18-Jährige macht gerade sein Abitur in Informationstechnik, sein politischer Schwerpunkt liegt auf Netzpolitik. Einer Partei zuordnen lassen möchte er sich im Gegensatz zu Anishchenko und Englert, die beide in der Grünen Jugend sind, nicht. „Ich mag es nicht, dass Parteien viel um den heißen Brei herum reden und aufeinander rumhacken“, kritisiert er. „Sie sollten mehr gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Mehr politische Beteiligung für Jugendliche

Um das zu tun, reiste er nach Berlin. Die „JugendPolitikTage“ haben zum zweiten Mal stattgefunden – eine Offensive, um Jugendliche mehr in die Politik einzubinden. Funktioniert das? Da ist sich Englert nicht sicher: „Ich hatte mir etwas anderes von dem Wochenende erhofft“, sagt der gebürtige Thüringer. „Hauptziel des Events war, dass wir Forderungen formulieren durften, die mit in die Jugendstrategie einfließen. Von zwei Tagen hatten wir aber nur drei Stunden Zeit, uns in unseren Arbeitsgruppen auf drei Forderungen zu einigen.“ Er hätte sich gewünscht, dass weniger geladenen Experten und Politikern eine Plattform geboten worden wäre, sondern mehr den Jugendlichen. Anishchenko durfte immerhin an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

Anishchenko durfte ihre Forderung auf der Bühne vorstelleb. Quelle: Foto: Jugendpresse Deutschland/Annkathrin Weis

Trotzdem: Die drei Hannoveraner sind sich einig, dass die Veranstaltung eine tolle Möglichkeit war, sich mit anderen politisch engagierten Jugendlichen zu vernetzen und erstmals in Kontakt mit der Bundespolitik zu treten. Anishchenko: „Ich habe jedenfalls neue Motivation mit zurück nach Hannover genommen, mich noch mehr für meine politischen Ziele einzusetzen.“

Ihre Eltern sagen ihr seit Anishchenkos Kindheit voraus, dass sie mal Bundeskanzlerin wird. Englert ist damit nicht ganz einverstanden: „Ich werde ihr das Bundeskanzleramt noch streitig machen“, sagt er und lacht. Die Vernetzung bei den „JugendPolitikTagen“ scheint funktioniert zu haben.

Von Josina Kelz

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