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Meine Stadt Das passiert jetzt mit Public Viewing in Hannover
Hannover Meine Stadt Das passiert jetzt mit Public Viewing in Hannover
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00:18 01.07.2018
SO VOLL WIRDS WOHL NICHT MEHR: Das Public Viewing während Deutschland - Südkorea am Strandleben an der Ihme. Quelle: Petrow
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HANNOVER

Das WM-Aus der Deutschen zeigt Spuren in der hannoverschen Gastronomie. Die Firma Gastrotrends etwa war an vielen Orten dabei: Fangaststätte Nordkurve gegenüber dem Stadion, in deren Nähe als Leine-Public-Viewing, am Sportcampus der Uni (Am Moritzwinkel) – dort war am Donnerstag gegen Mittag schon weitgehend abgebaut, sagt Geschäftsführer Winfried Kirchner. „Außer im Waterloo-Biergarten und der Leibniz-Lounge stellt alles andere die Übertragung ein – die Erfahrung hat uns gelehrt: Spielt Deutschland nicht mehr mit, ist die Resonanz nicht mehr so groß.“ Wie sich das in Euro niederschlägt, müsse nun neu kalkuliert werden. Immerhin waren Leinwände, Zelte, Toiletten-Container und anders für länger gemietet. „Das ist das Risiko. Wir hoffen, mit einem blauen Auge davonzukommen“, sagt Kirchner und schätzt: „Im Vergleich dazu, wenn Deutschland ins Endspiel gekommen wäre, sind das sechsstellige Beträge, die uns fehlen.“

Hier wird weiter gefeiert

Michale Solms, Geschäftsführer des Gig in Linden, zeigt die WM auf dem Marktplatz vor seiner Tür. „Wir haben da keine Erwartungen gehabt, haben einfach Spaß gehabt. Ich bin total tiefenentspannt. Wir zeigen das weiter, freuen uns und haben weiter Spaß. Die WM ist ja nicht vorbei, nur weil Deutschland nicht mehr raus ist. Nicht annähernd vorbei!“ Er setzt auf „noch einige tolle Spiele, denn das ist Sport!“

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Angebot reduziert

Auch an der Ihme, am Platz für das Fährmannsfest, wird weiter WM gezeigt. „Wir ziehen das durch, sind ja keine Umfaller“, sagt Christoph Elbert vom Restaurant 11a, das dort zusammen mit dem Centrum, dem Strandleben und der Gilde-Brauerei die Fußball-Show veranstaltet. Es werde nur etwas verkleinert, etwa weniger Ausschankpunkte geben. Klar sei, „das so ein Konzept nur zu Deutschlandspielen interessant ist und sich rechnet – der Rest ist einfach ein Zusatzangebot. Da haben wir Glück, wenn wir plus-minus Null rauskommen. Ich denke aber, es geht eher ein wenig Richtung ein paar Miese.“

Gilde und Herri haben andere Sorgen

Bei der Brauerei Herrenhausen bedauert man das Ausscheiden auch, denn das wird „definitiv zu weniger Bierabsatz führen“, sagt Vertriebschef Renè Hagemann. Doch das wird nicht wirklich schmerzhaft sein, denn „wir haben seit Wochen gutes Wetter und arbeiten wirklich an der Kapazitätsgrenze. Wir haben da ein ganz anderes Problem: Wir müssen sehen, dass wir genügend Kohlensäure bekommen, um unser Bier abfüllen zu können – das trifft übrigens europaweit alle Getränkehersteller!“

Ähnlich sieht es Gilde: „Neben der Fußball-WM spielt das Wetter eine entscheidende Rolle und da sehen die Prognosen gut aus“, sagt Geschäftsführer Mike Gärtner. Diejenigen, die sich die WM durch das schlechte Ergebnis der Deutschen Mannschaft verhageln lassen, werden andere Events besuchen, von denen es in Hannover und Umgebung reichlich gibt, etwa das Schützenfest, oder einfach nur in einem schönen Biergarten sitzen.“

Von Ralph Hübner