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Meine Stadt Sollen E-Fahrzeuge künftig hörbar durch Hannover rollen?
Hannover Meine Stadt Sollen E-Fahrzeuge künftig hörbar durch Hannover rollen?
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18:22 09.10.2019
In Sorge: Jessica Meyer (links) und Andreas Mangelsdorf warnen vor leisen E-Fahrzeugen, die sie nicht hören. Quelle: Foto: Dröse
Hannover

Den Bus verpassen, obwohl er vor einem an der Haltestelle steht –Jessica Meyer (37) hat diese Erfahrung gemacht. „Ich habe nicht mitbekommen, dass er gekommen ist, ich habe ihn nicht gehört“, erzählt sie. Die stark sehbehinderte Frau kann die E-Busse nicht hören. Ein Problem, auf das der Blinden- und Sehbehindertenverband mit einer Aktion aufmerksam gemacht hat.

Auf dem Platz der Weltausstellung forderte dieser unter dem Motto „Elektrisch fahren tut hörbar gut!“ den sofortigen und serienmäßigen Einbau des Acoustic Vehicle Alert System“ (AVAS). Es erzeugt Töne, die wie klassische Fahrgeräusche klingen, beim Rückwärtsfahren piept es.

Angstgefühle wegen leiser E-Fahrzeuge

Andreas Mangelsdorf (42) geht es ähnlich wie Jessica Meyer. Im Kindesalter verlor er sein Augenlicht, seitdem ist er blind. Die neue Elektromobilität bringt für ihn alltägliche Gefahren mit. „Es ist für mich schon ein Angstgefühl, wenn ich eine Straße überquere und nicht weiß, ob da ein langsam fahrendes E-Auto kommt“, erklärt er.

„E-Autos sind für blinde Menschen quasi überhaupt nicht da“, pflichtet Meyer ihm bei. Erst bei 20 Kilometern pro Stunde sei es möglich, die Autos zu hören, da die Fahrt auf der Straße Geräusche mache.

„Uns geht es darum, dass es erst ab 2021 bei der Neuzulassung verpflichtend ist“, so Mangeldorf. „Was uns wichtig ist, ist jetzt die Wirtschaft und Nutzer von E-Fahrzeugen dafür zu sensibilisieren, dass man das Geräusch anschaltet, um für mehr Sicherheit auf der Straße zu sorgen“. Auch sollten zugelassene Fahrzeuge nachgerüstet werden.

Von Stella-Sophie Wojtczak

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