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Meine Stadt D-Linie: Üstra sieht keine Zukunft
Hannover Meine Stadt D-Linie: Üstra sieht keine Zukunft
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00:27 04.12.2014
Von Christian Bohnenkamp
ZU KLEIN: Die Wendeanlage am Raschplatz. Für eineTaktverdichtungreicht ihre Kapazität laut Üstra nicht aus.
ZU KLEIN: Die Wendeanlage am Raschplatz. Für eine Taktverdichtung reicht ihre Kapazität laut Üstra nicht aus.
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Hannover

Zwar reiche die geplante Leistungsfähigkeit für das heutige Fahrplanangebot aus. Bei möglichen Taktverdichtungen rechnet die Üstra allerdings mit großen Problemen.

Zwar behaupten die Planer der D-Linie im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, dass eine Ausweitung des Angebotes nicht geplant sei. Bei der Üstra sorgt das jedoch für Irritationen. „Dieser Aussage können wir so nicht zustimmen“, heißt es in dem Schreiben an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Die Üstra verweist in diesem Zusammenhang auf die politischen Diskussionen zur Wasserstadt Limmer. Für die Erschließung des riesigen Areals für Wohnbau sind auch ein eigener Stadtbahnzweig auf das Gelände und sogar eine Stadtbahnverlängerung mit eigener Linie nach Ahlem-Nord im Gespräch. Diese Varianten sind sogar gerade in das aktuelle Verkehrsgutachten zur Wasserstadt eingeflossen, das die Stadt beim Büro SHP in Auftrag gegeben hat. Auch im neuen Verkehrsentwicklungsplan der Region werden Taktverbesserungen als Ziel formuliert, in den Erläuterungen dazu wird ebenfalls auf die Wasserstadt Limmer Bezug genommen.

Laut Üstra wäre das allerdings bei der Umsetzung der aktuellen D-Linienplanung überhaupt nicht möglich, „da die Leistungsfähigkeit der Kehranlage am Hauptbahnhof nicht ausreicht“, heißt es in dem Schreiben.

Auch eine zukünftige Verlängerung der D-Linie Richtung Platz der Kaufleute und Südstadt, die ebenfalls im Nahverkehrsplan Thema ist, ließe sich auf Basis der aktuellen Planung nicht umsetzen. Ausgerechnet der wichtigste Innenstadtbahnsteig Rosenstraße wäre dazu zu klein. Dessen Kapazität reiche „aus heutiger Sicht gerade aus“. Für eine Taktverdichtung und Weiterführung der Linie seien die geplanten Abmessungen der Haltestelle mit ihren 55 Metern Länge bei vier Metern Breite jedoch „zu gering“, schreibt die Üstra.

Die für die Planung zuständige Infra bestätigt die Existenz des Briefes, will mit Verweis auf das laufende Planfeststellungsverfahren dazu allerdings keine Stellungnahme abgeben.