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Meine Stadt Bombenangst wegen elektronischer Schnitzeljagd
Hannover Meine Stadt Bombenangst wegen elektronischer Schnitzeljagd
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13:19 05.01.2010
Geocaching ist eigentlich ein harmloses Spiel - so lange niemand eine Bombenattrappe versteckt. Quelle: Wilde
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Hemmingen. Jemand hatte einen verdrahteten Plastikbehälter, den "Schatz" der elektronischen Schnitzeljagd, in einem Kanalschacht am Rathausplatz versteckt. Ein Taxifahrer hat das gesehen und war misstrauisch geworden. Der 42-Jährige verständigte daraufhin die Polizei. Als die Beamten den Plastikbehälter, in dem sie unter anderem einen Wecker und Drähte fanden, entdeckten, sperrten die Ermittler den Fundort vorsichtshalber in einem Umkreis von etwa 35 Metern ab. Erst bei näherer Betrachtung des Behälters entdeckten die Polizisten dann einen Aufkleber, der auf eine „elektronische Schnitzeljagd“, das sogenannte „Geocaching“, hinwies. Die Sperrung wurde daraufhin wieder aufgehoben.

Beim „Geocaching“ handelt es sich um eine moderne Form einer Schnitzeljagd. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und den Koordinaten kann man die Schätze finden, die jemand anderes an teilweise ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat. Eine eigene Internetseite bietet den Hobby-Schatzsuchern dabei unter anderem Informationen über vorhandene Verstecke.

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Grundsätzlich bestehen - aus polizeilicher Sicht - keinerlei Bedenken gegen diese Freizeitbeschäftigung. Jedoch weisen die Ermittler darauf hin, dass Mitspieler ihre Verstecke mit Bedacht auswählen sollten. Insbesondere müssen sie sich immer an geltende Gesetze halten und auch Privatgrundstücke meiden. Die Polizeidirektion Hannover prüft derzeit, ob dem 26 Jahre alten Verursacher die Kosten des Einsatzes in Hemmingen auferlegt werden können.