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Meine Stadt Blutproben weg: Staatsanwalt leitet neue Ermittlungen ein
Hannover Meine Stadt Blutproben weg: Staatsanwalt leitet neue Ermittlungen ein
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20:00 29.04.2019
K.o.-Tropfen-Opfer: Die Staatsanwaltschaft hat wegen verschwundener Blutproben ein neues Verfahren eingeleitet. Insgesamt drei Personen, darunter eine 24-jährige Frau (Bild), waren vermutlich bei der Silvesterparty im HCC vergiftet worden. Quelle: Heusel
Hannover

Der K.o.-Tropfen-Fall aus der Silvesternacht zieht immer weitere Kreise. Nach dem Verschwinden beziehungsweise der Entsorgung der Blutproben im Vinzenzkrankenhaus hat die Staatsanwaltschaft Hannover ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das bestätigte Sprecherin Kathrin Söfker auf NP-Anfrage am Montag.

Die Anklagebehörde ermittelt zunächst gegen keinen konkreten Beschuldigten, so Söfker: „Das Verfahren richtet sich gegen unbekannt.“

Blutproben als Beweismittel

Das war passiert: In der Silvesternacht waren bei der Party im HCC zwei Frauen (24, 24) und ein Mann (20) vermutlich mit K.o.-Tropfen vergiftet worden. Eine der 24-Jährigen und der 20-Jährige wurden in die Notaufnahme des Vinzenzkrankenhauses eingeliefert. Den Geschädigten wurden Blutproben entnommen. Sie sollten auf K.o.-Tropfen untersucht werden – amtlich von der Polizei angeordnet. Es handelte sich um Beweismittel in einem Strafverfahren. Die Proben sind dann allerdings in der Klinik verschwunden beziehungsweise vernichtet worden.

Mysteriöse Anruf in Klinik

Nach Angaben des Vinzenzkrankenhauses geschah das auf Anordnung der Polizei. Die habe in der Silvesternacht auf Station angerufen und einer Pflegekraft mitgeteilt, das entnommene Blut könne vernichtet werden. Nach NP-Informationen ist das eine eher unübliche Verfahrensweise. Was auch für einen weiteren Anruf gilt, der am Neujahrstag seitens der Polizei in der Klinik erfolgt sein soll: Die Ermittler hätten – so das Krankenhaus – darum gebeten, von beiden Opfern Urinproben zu bekommen. Das war aber nicht möglich, weil die Patienten bereits nach Hause entlassen worden waren.

Strafvereitelung und „Verstrickungsbruch“

Die beiden Anrufe geben der Staatsanwaltschaft Anlass, ein Verfahren einzuleiten – wegen Strafvereitelung und wegen „Verstrickungsbruch“. Letzteres könnte verwirklicht worden sein, wenn es vor Entsorgung der Proben keinen Anruf der Polizei in der Klinik gegeben hätte.

Von Britta Mahrholz

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