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Meine Stadt Bankdirektor verzockt sich beim Porsche-Kauf
Hannover Meine Stadt Bankdirektor verzockt sich beim Porsche-Kauf
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17:11 05.11.2019
TEUER, ABER NICHT SELTEN: Der 911 Targa 4 GTS aus der „Exklusive Manufaktur Edition“ taugt nicht als Spekulationsobjekt. Quelle: Foto: Porsche
HANNOVER

Für viele Männer ist ein Porsche der mobile Traum schlechthin. Für Manfred Schmidt (Name geändert) war der Porsche 911 Targa 4 GTS aus der „Exklusive Manufaktur Edition“ nur ein Spekulationsobjekt. „Ich habe nach einer Anlagemöglichkeit gesucht“, sagte der Bankdirektor am Dienstag im Landgericht. So werde ein Porsche Speedster nach kurzer Zeit mit 100.000 Euro Wertsteigerung gehandelt.

Der Finanzexperte hat sich verspekuliert. Seine Klage vor der 73. Zivilkammer endete zwar mit einem Vergleich, aber doch sehr zu Lasten des Klägers. Er verzichtete auf seine 25.000 Euro Anzahlung, im Gegenzug verzichtete das hannoversche Autohaus auf 6600 Euro (ausstehende Zahlung und Anwaltskosten).

Auto kostete 195.000 Euro

Hätte der Kläger mal auf seine Frau gehört. Sie war am 16. Oktober 2018 nicht begeistert, als er ihr vom geplanten Autokauf erzählte. „Sie hielt es für eine spinnerte Idee“, sagte Manfred Schmidt. Doch es sei kaum Zeit zum Überlegen gewesen. Der Händler habe großen Zeitdruck gemacht, also habe er den Porsche 911 Targa für 195.000 Euro gekauft. Gier frisst Verstand.

Porsche gegen Auto-Spekulanten

Es sei wie ein Lotto-Sechser gewesen. „Der Verkäufer hat mich noch zu dem Kauf beglückwünscht“, erzählte der Bankdirektor. Er zahlte 25.000 Euro. Im Vertrag stand aber auch, dass 15 Prozent des Kaufpreises (29.250 Euro) fällig werden, falls der Verkauf scheitere.

Im Internet stellte der Käufer dann fest, dass sein Anlageobjekt keine Rendite abwarf. Er trat vom Kauf zurück, weil er sich vom Porsche-Händler getäuscht fühlte. Der Verkäufer (52) erklärte hingegen, dass der Käufer wegen des Porsche 911 Targa auf ihn zugekommen sei. „Wir hätten den Wagen nicht verkauft, wenn wir gewusst hätten, dass es sich um ein Spekulationsobjekt handelt“, erklärte der Porsche-Mitarbeiter. Er habe dem Käufer auch keine Wertsteigerung versprochen.

Von Thomas Nagel

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