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Meine Stadt Feuer in Badenstedt: Auseinandersetzung mit Bewohnern
Hannover Meine Stadt Feuer in Badenstedt: Auseinandersetzung mit Bewohnern
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14:31 24.04.2019
Im Einsatz: Die Feuerwehr Hannover löschte ein Feuer in Badenstedt in einem Wohn- und Geschäftshaus. Quelle: sp
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Hannover

Bei einem Brand am späten Dienstagabend in einer Werkstatt in Badenstedt haben Polizeibeamte mehrere Anwohner daran gehindert, sich gewaltsam Zugang zu dem Gebäude zu verschaffen und sich dadurch in Lebensgefahr zu begeben. Eine Mutter (47) und ihre sechs Kinder haben sich aus dem angrenzenden Wohnhaus unverletzt ins Freie gerettet. 

Gegen 21.40 Uhr hatte ein 13-jähriger Sohn in der oberen Etage des zweigeschossigen Wohnhauses, einer ehemaligen Werkstatt, Brandgeruch bemerkt und seine Mutter darüber informiert. Diese alarmierte umgehend die Feuerwehr und verließ mit ihren sechs Kindern das Haus. In einem Hobbyraum des einstöckigen Anbaus war Feuer ausgebrochen.

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Als kurz danach Einsatzkräfte vor Ort die Brandbekämpfung aufnahmen, versuchten weitere Familienangehörige in das stark verrauchte Gebäude einzudringen. Während die Polizei den Einsatzort absperrte, erschien zunächst der Hauseigentümer und versuchte, die brennende Werkstatt zu betreten. Als ein Beamter ihn festhielt, leistete der 46-Jährige heftigen Widerstand und versuchte, sich durch einen Schlag mit dem Ellenbogen zu befreien. Es entstand ein Gerangel. Ein zweiter Beamter kam seinem Kollegen zu Hilfe und wurde von dem Hausbesitzer mit Schlägen gegen den Kopf traktiert.

Ein 44-jähriger Verwandter wollte dem Hausbesitzer helfen und versuchte, einen der Polizisten wegzuziehen. Zeitgleich versuchten acht weitere Männer, sich dem brennenden Gebäude zu nähern. Als dies zwei Polizeibeamtinnen verhinderten, wurde eine von einem 19-Jährigen beleidigt, geschubst und gegen das Schienbein getreten. 

Erst mit dem Eintreffen weiterer Polizeikräfte konnte die Lage beruhigt werden. Beide 46 und 44 Jahre alten Männer müssen sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten. Gegen den 19-Jährigen wird wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. 

Erst als die Polizei die Lage soweit beruhigt hatte, konnten die Brandschützer mit ihrer Arbeit beginnen. Um 22.35 Uhr war das Feuer in dem 15 Quadratmeter großen Hobbyraum gelöscht. 

Warum die Familienangehörigen den Raum unbedingt noch betreten wollten, ist unklar. „Das ist Gegenstand der Ermittlungen“, so eine Polizeisprecherin. Experten der Kriminalpolizei haben einen technischen Defekt als Brandursache festgestellt. Den entstandenen Schaden schätzen sie auf 150 000 Euro.

Von kra