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Meine Stadt Autoposer: Hannovers Polizei ertappt nur wenige Lärmsünder
Hannover Meine Stadt Autoposer: Hannovers Polizei ertappt nur wenige Lärmsünder
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17:00 22.11.2019
Lärmsünder im Visier: Die Polizei bei einer Kontrolle an der Otto-Brenner-Strasse im Jahr 2017. Quelle: Elsner
Hannover

Mal kurz an der Ampel den Motor aufheulen lassen, mit röhrendem Sound beschleunigen: Autoposer sind vor allem für Anwohner in der Innenstadt und angrenzenden Bezirken ein Ärgernis. Doch obwohl die Politik eine Zunahme der Beschwerden festgestellt hat und ein härteres Durchgreifen verlangt, hat die Polizei in den vergangenen Monaten nur „vereinzelt Verstöße durch unzulässigen Lärm“, der durch illegale technische Manipulationen verursacht wurde, festgestellt und geahndet. Das teilt diese auf Anfrage der NP mit.

Die Polizei führt dazu Schwerpunktkontrollen durch. „Die Spezialisten des Zentralen Verkehrsdienstes verfügen über die technischen Voraussetzungen, um entsprechendes Fehlverhalten festzustellen“, erklärt Sprecher Philipp Hasse.Doch Umbauten sind oft legal, weil sie vom Kraftfahrtbundesamt genehmigt wurden oder nachträglich von Dekra- oder TÜV-Prüfern als zulässig bewertet wurden.

Hannovers Politik fordert Einsatz von Lärmblitzern

Die Politik in Hannovers Rat hat am Mittwoch im Bauausschuss einstimmig gefordert, dass die Stadt den Einsatz von Lärmblitzern prüfen soll, die, mit Richtmikrofonen und Kameras ausgestattet, PS-Protzer entlarven sollen. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Einsatz solcher Blitzer wolle man „zunächst aufmerksam verfolgen“, heißt es dazu zurückhaltend seitens der Polizei. Grundsätzlich begrüße man „alle Maßnahmen, die sich die Erhöhung der Verkehrssicherheit zum Ziel setzen und eine entsprechende Verbesserung in diesem Bereich erwarten lassen“.

Doch wären die Geräte überhaupt zulässig, die in Paris schon getestet werden? Nach Auskunft des Innenministeriums sind Lärmblitzer in Niedersachsen bisher nicht im Einsatz. Erst nach einer „Prüfung der technischen Möglichkeiten und der Wirkweise dieser Messgeräte“ könne eine Einschätzung erfolgen, „ob diese rechtlich zulässig wären“, teilt ein Sprecher mit.

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Von Christian Bohnenkamp

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