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Meine Stadt Arbeitsmarkt bleibt ohne Bewegung
Hannover Meine Stadt Arbeitsmarkt bleibt ohne Bewegung
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12:33 29.05.2019
Niedersachsens Arbeitsagenturchefin Bärbel Höltzen-Schoh Quelle: Heusel
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Hannover

„Weniger Dynamik auf dem Arbeitsmarkt“ – so bewertet Bärbel Höltzen-Schoh, Chefin der Arbeitsagentur Niedersachsen-Bremen, die Mai-Bilanz. Die Arbeitslosenzahl in Niedersachsen hat stagniert. Es waren 215.563 Frauen und Männer arbeitslos, das sind 0,3 Prozent mehr als im Vormonat und vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb bei fünf Prozent.

16.860 Menschen haben den Weg in den Job geschafft – das sind 4658 weniger als im April. Die Unternehmen meldeten weniger offene Stellen. Die Zahl sank auf 15.963 – das sind 10,4 Prozent weniger als im Vormonat und 22 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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Jobcenter korrigieren Daten

Großen Einfluss auf die Statistik hat laut Agentureinschätzung eine Qualitätsoffensive der Jobcenter: Diese haben im April begonnen, Statuseinträge der Leistungsempfänger zur Arbeitslosigkeit zu prüfen. Dies trug zu einem Anstieg im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) um 2860 auf 143.931 Personen (plus zwei Prozent) bei. Im Vergleich mit dem Vorjahr beziehen 9158 Menschen weniger Hartz IV-Leistungen; das sind minus sechs Prozent).

„Die Jobcenter arbeiten mit großem Einsatz daran, mögliche Fehleinträge zu überprüfen“, so Höltzen-Schoh. Ziel sei, die Qualität der Arbeitslosenstatistik zu verbessern. „Da der Status per Hand eingegeben wird, werden sich einzelne Fehler nie ganz vermeiden lassen. Aber mit Hilfe von IT-Kontrollen können Irrtümer schneller erkannt und geklärt werden.“

6,5 Prozent Arbeitslosenquote in der Region

Der Niedersachsentrend zeigt sich auch in der Region Hannover. Die Arbeitslosigkeit ist im Mai um 1028 auf 40.580 gesunken (minus 0,4 Prozent). Hartz IV-Leistungen haben davon 30.398 Menschen bezogen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 179 Männer und Frauen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent.

Mit 2400 offenen Stellen meldeten die Arbeitgeber 232 weniger als im Vormonat. Gesucht wurden Mitarbeiter vor allem in der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (21,3 Prozent), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (20,7 Prozent), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (18,6 Prozent), sowie kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus (12,4 Prozent).

Von Vera König