Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Antisemitismus: Helle Lichter gegen den Hass
Hannover Meine Stadt Antisemitismus: Helle Lichter gegen den Hass
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:57 06.11.2019
Ein Davidstern ist am Tor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover zu sehen. NP-Redakteurin Petra Rückerl mahnt, bei wachsendem Rechtsextremismus die Säulen der Demokratie zu stützen und sich gegen Antisemitismus zu bekennen. Quelle: dpa
Hannover

Es ist wieder Zeit für Lichterketten. 27 Jahre nach dem rechtsextremen Brandanschlag von Mölln 1992 mit fünf Toten sehen sich Demokraten erneut gezwungen, öffentlich Haltung und Solidarität mit den Angegriffenen zu zeigen.

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung rüttelt wach

Nicht nur die Mordanschläge von Halle und Kassel sowie die Wahlergebnisse in Thüringen zeigen die Notwendigkeit, auch die aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung lässt alle Alarmglocken schrillen. Rechtsextreme Einstellungen bis in die Mitte der Gesellschaft, alarmierend hohe Werte von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, der Glaube an krude Verschwörungsmythen – stark vervielfacht und rasant beschleunigt durch die rechtsgesinnte Parallelgesellschaften im Internet. Und durch Politiker wie den früheren Geschichtslehrer Björn Höcke, der trotz gerichtsfestem Faschisten-Titel gewählt wird. Wähler, die sich nach der Studie übrigens zu 75 Prozent rechtspopulistisch, rechtsradikal oder rechtsextrem einordnen.

Und noch eine Zahl: Seit der Wiedervereinigung 1990 zählt das Bundeskriminalamt 85, die renommierte Amadeu Antonio Stiftung sogar 198 Todesopfer durch Rechtsextremisten.

Klare Grenzen zum Schutz der Demokratie ziehen

Den Hass und die Hetze, die im schlimmsten Fall in Mordanschlägen gipfelt, kann man natürlich mit Lichterketten nicht stoppen. Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass immer noch die Mehrheit für die Demokratie, den Rechtsstaat und eine offene, solidarische Gesellschaft eintritt. Es geht um nicht weniger, als klare Grenzen zum Schutz unserer Demokratie zu ziehen.

Von Petra Rückerl

Deutlich teurer als geplant, aber voll im Zeitplan: Continental feierte am Mittwoch Richtfest im Rohbau der neuen Unternehmenszentrale an der Hans-Böckler-Allee. Dass ein wichtiger Teil des Baus dabei noch fehlte, störte die Bauherrin dabei nur wenig.

06.11.2019

Die Stadt will die Zahl der Fahrradabstellplätze rund um den Hauptbahnhof deutlich erhöhen. Im Blick hat sie dabei auch den ehemaligen Zivilschutzbunker unter dem Ernst-August-Platz. Die CDU mahnt derweil eine zu langsame Umsetzung eines Handlungskonzeptes von 2017 an.

06.11.2019

Nicht auf allen Ebenen kommt Inklusion so gut voran wie im Sport. Die Special Olympics sind ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen mit geistigen Behinderungen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird.

06.11.2019