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Meine Stadt Anti-Terror-Übung: „Das basiert auf Paris und Brüssel“
Hannover Meine Stadt Anti-Terror-Übung: „Das basiert auf Paris und Brüssel“
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00:17 30.06.2018
Übung der Bundespolizei am Hauptbahnhof zum Verhalten im Falle eines Terroranschlages.
Übung der Bundespolizei am Hauptbahnhof zum Verhalten im Falle eines Terroranschlages.
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Hannover

Herr, Kaeding, wie lange dauert die Vorbereitung für solche Übungen?

Ungefähr ein halbes Jahr. Da geht es um Fragen, wie mache ich so etwas, ohne den normalen Ablauf einzuschränken. Es muss gesprochen werden mit den Partnern der Bahn, der Landespolizei und der Feuerwehr.

Ist das Szenario bei den Übungen immer gleich?

Grundsätzlich ja. Es geht darum, die erste halbe Stunde zu simulieren, in der die Polizei vor Ort gefordert ist. Natürlich werden aber umgehend auch Landespolizei und SEK dazugerufen.

Gibt es Vorbilder für dieses Szenario?

Das basiert beispielsweise auf Paris, wo wir dieses Vorgehen von mehreren bewaffneten Tätern hatten. Und auch in Brüssel konnten wir das beobachten.

Foto: Wallmüller

Wie sehen andere Übungen aus?

In kleineren Übungen wird zum Beispiel geschaut, wie gut die Videoüberwachung funktioniert. Wie gut und schnell kann ich ermitteln, wer einen Koffer oder Rucksack abgestellt hat, und wie schnell finde ich die Person mit Hilfe der Aufnahmen wieder.

Welche Aspekte spielen bei der Beurteilung der Übung eine Rolle?

Da geht es um organisatorische und taktische Dinge. Wir haben eine Menge Schiedsrichter dabei, die die einzelnen Teams begleiten. Das kann nur sehr kleinteilig auf die Lage ausgewertet werden. Da gibt es keine speziellen Dogmen.

Gibt es noch andere Szenarien oder Orte, an denen geübt wird?

Das ist eine Sache der Landespolizei. Für die Bundespolizei sind es in erster Linie Bahnhöfe und Flughäfen.

Von Timo Gilgen