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Meine Stadt Anspruchsvoller Bau für knapp 1,3 Millionen Euro
Hannover Meine Stadt Anspruchsvoller Bau für knapp 1,3 Millionen Euro
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17:30 08.11.2018
AM EINGANG: Schlicht und modern soll das Gebäude im Berggarten wirken. Quelle: Hübotter, Stürken, Dimitrova Architektur und Stadtplanung Hannover
HANNOVER

Am Ende bat die Politik die Stadtverwaltung darum, das Projekt doch besser umzubenennen. Nicht „Neubau WC-Anlage“, sondern „Multifunktionsraum mit WC-Anlage“ im Berggarten solle es heißen. Die bisherige Bezeichnung führe die Öffentlichkeit wohl in die Irre, befand SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning. Schließlich gehe es um Kosten in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro. Und dafür lasse Hannover gewiss keine Toilette bauen.

Im OB-Ausschuss, der sich unter anderem mit dem Gartenensemble Herrenhausen befasst, hat die Politik am Donnerstag mehrheitlich den neuen Multifunktionsraum mit öffentlicher Toilette verabschiedet. Aber nicht, ohne sich vorher vom zuständigen Architekten Baukosten genau erklären zu lassen – auch wenn 300 000 Euro für den Vortragsraum die Freunde der Herrenhäuser Gärten übernehmen.

„Die Baukosten liegen darin begründet, dass die angrenzende Maueranlage des Berggartens nicht überschritten werden darf“, sagte Gert Stürken. Dies mache eine spezielle Deckenkonstruktion nötig. Zudem gebe es technische Anforderungen an die Lüftung. Allein 36 Prozent der Baukwerkskosten entfallen auf die Außenwände – 182 000 Euro.

Mit rund 92 000 Euro fallen aber auch die (Stark-)Stromkosten recht hoch aus, befand der Ausschuss. Das beinhalte die gesamte Elektrik sowie die Medientechnik mit ihrer multifunktionalen Nutzung. „Bei einer Ausstellung im Berggarten soll der Vortragsraum zum Shop umfunktioniert werden. Dann soll es auch Anschlüsse für Kassen geben“, führte Gartenchef Ronald Clark aus.

Die CDU überzeugte dies alles nicht, sie lehnte den Bau rechtsseitig am Eingang des Berggartens als zu teuer ab. Wie Pirat Adam Wolf: „Für knapp 1,3 Millionen Euro kann man vier Einzelhäuser bauen und nicht bloß ein einklotziges Gebäude.“

Von Andreas Voigt

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