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Meine Stadt Ahlem: Polizei findet versteckte Leiche in Wohnung
Hannover Meine Stadt Ahlem: Polizei findet versteckte Leiche in Wohnung
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12:08 12.09.2019
Einsatzkräfte am Tatort in Ahlem Quelle: Heidrich
Hannover

Einen Tag nach dem Fund einer Leiche in einer Dachgeschosswohnung an der Mönckebergallee (Ahlem) geht die Polizei weiterhin von einem Gewaltverbrechen aus. Klar ist inzwischen auch, dass es sich bei der stark verwesten Leiche um eine Frau handelt. 

Tatort liegt etwas abgeschieden in Sackgasse

Das Haus in der Mönckebergallee liegt in einer kleinen, etwas abgeschiedenen Sackgasse. Nur ein paar villenähnliche Häuser, teils hinter hohen und dichten Hecken verborgen, stehen hier. Das Haus mit der Toten grenzt unmittelbar an den Willy-Spahn-Park.

Im Rahmen von Ermittlungen in einem Vermisstenfall hatten Kriminalbeamte am Mittwoch gegen 15.30 Uhr die Wohnung der seit Ende August vermissten 61 Jahre alten Frau aufgesucht. Schnell ergaben sich für die Ermittler eindeutige Hinweise, dass sich in den Räumlichkeiten im Dachgeschoss des Zweifamilienhauses ein Leichnam befinden muss – offenbar war der Leichengeruch schon deutlich wahrnehmbar. Kurz darauf fanden die Beamten in einem Verschlag der Wohnung einen menschlichen Leichnam. Um möglichst keine Spuren zu vernichten, wurde dieser mit Unterstützung der Feuerwehr durch das geöffnete Dach des Hauses geborgen

Spurensicherung und Vernehmung

Die Leiche lag offenbar versteckt in einem Verschlag. Bereits Mittwochabend haben erste rechtsmedizinische Untersuchungen stattgefunden, die aktuell noch nicht abgeschlossen sind. „Mittlerweile steht fest, dass es sich bei der Person um eine Frau handelt“, so Polizeisprecher Thorsten Schiewe. „Ob es sich um die vermisste Wohnungsinhaberin handelt, ist nach wie vor unklar.“ Ebenso können noch keine gesicherten Angaben zur Todesursache gemacht werden. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Kriminalpolizei jedoch weiterhin davon aus, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.

Einsatzbesprechung vor dem Tatort-Haus.

Nachbarn verunsichert

Ein möglicher Mord in dieser beschaulichen Umgebung verängstigt die Nachbarschaft. Eine Mutter aus einem der Nachbarhäuser räumt ein: "Das verunsichert uns. Das ist nicht die Gegend, in der man so etwas für möglich hält." Das mögliche Opfer habe sie nur flüchtig und vom sehen gekannt.

Zur weiteren Ermittlung der nach wie vor ungeklärten Umstände dieses Verbrechens hat die Kriminalpolizei die Mordkommission (Moko) „Dach“ eingerichtet. Die Ermittlungen dauern an.

Simon Polreich