Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt AfD-Parteitag in Hannover: Polizei warnt vor Blockaden
Hannover Meine Stadt AfD-Parteitag in Hannover: Polizei warnt vor Blockaden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 30.11.2017
AUFRUF ZUR PARTEI- „JAGD“:
AUFRUF ZUR PARTEI- „JAGD“:
Anzeige
Hannover

„AfD angreifen“, „AfD jagen“, „Rassismus stoppen“ – dies ist nur eine Auswahl der druckfähigen Parolen, die AfD-Gegner derzeit an hannoversche Bauzäune, Mauern und Unterführungen sprühen.

Die Zahl der strafbaren Schmierereien gegen den Bundesparteitag der Rechtspopulisten im HCC (Sonnabend und Sonntag) wächst nahezu täglich. Bei der Polizei wurden bisher fünf Gegendemos mit rund 7000 Teilnehmern (Veranstalterangaben) gemeldet.

5000 Teilnehmer allein erwartet ein Bündnis diverser Gruppen, das Sonnabend von 9 Uhr an unter dem Motto „Unsere Alternative heißt Solidarität“ demonstriert. Dessen Sprecher Torben Hansen sagt mit Blick auf die Farbschmierereien, bei denen es sich laut Polizei um strafbare Sachbeschädigungen handelt: „Die Graffiti zeigen, dass die Mobilisierung auf allen Ebenen auf Hochtouren läuft. Gut, dass sich auch die Straßenkultur gegen die AfD positioniert.“

Das Bündnis kündigt für Sonnabend von 7 Uhr an „Blockaden rund um das HCC“ an. Auf der Internetseite „www.unsere-alternative.org“ heißt es: „Wir werden uns die Zufahrtswege zum HCC nehmen, sie für die AfD unpassierbar machen. Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Gitter, Zäune oder Polizeiabsperrungen, die uns aufhalten sollen, werden wir überwinden.“

Der DGB erwartet Sonnabend zwischen 12.30 Uhr und 15.30 Uhr rund 1500 AfD-Kritiker zu einer Demo am Georgsplatz (City); Motto: „Unser Hannover, bunt und solidarisch“. Zudem sind laut Polizei drei kleinere Demonstrationen geplant. Sprecherin Martina Stern: „Die Polizei bereitet sich auf alle möglichen Szenarien vor.“ Außerdem würden alle „Aufrufe zu Blockaden der Staatsanwaltschaft zur Bewertung“ vorgelegt. Schon ein Aufruf kann strafbar sein.

Dann wird sicherlich auch der Frankfurter Rapper Hanybal (bürgerlicher Name: Sascha-Ramy Nour) bald von Ermittlern gehört. Der 34-Jährige verbreitet über soziale Medien mit Blick auf das AfD-Treffen folgende Botschaft: „Seid standhaft, blockiert die Eingänge, lasst sie nicht in Ruhe rein ...“

Von Andreas Körlin