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Meine Stadt Aegi: So funktioniert die neue Ampelschaltung
Hannover Meine Stadt Aegi: So funktioniert die neue Ampelschaltung
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07:03 18.05.2019
Rüber in einem Rutsch: Der neue Radweg über den Aegidientorplatz macht es möglich. Quelle: Wallmüller
Hannover

Wildes Hupen, Beschimpfungen, fragwürdige Gesten. Am Aegi? Alltag! Der Platz war bisher in Sachen Verkehr einer der wohl stressigsten und kompliziertesten Orte in Hannover. Um die Lage zu entschärfen, hat die Stadt neue Ampeltechnik installiert. Wird es jetzt wirklich besser?

Zumindest bei Radfahrern sind die Reaktionen positiv. Die Stadt hat für sie einen neuen Weg über die Kreuzung rot markiert. Richtung Theater am Aegi kommen sie nun in einem Rutsch rüber, müssen nur noch eine statt drei Ampeln beachten.

Radfahrerclub: Es funktioniert

„Es funktioniert. Die Wartezeiten sind zufriedenstellend. Und die Zeit zum Queren der Kreuzung reicht auch“, berichtet Eberhard Röhrig-van der Meer, Sprecher des Radfahrerclubs ADFC in Hannover.

Verbessert habe sich auch die Situation für Radfahrer, die aus der Hildesheimer Straße kommend zur ehemaligen Sparkasse auf die andere Seite wollen. Bisher blockierten oft noch Autos die Kreuzung, wenn sie Grün hatten. Das ist jetzt nicht mehr der Fall.

ADAC sieht Potenzial

„Das ist auch in unserem Interesse, dass es weniger Konflikte gibt“, sagt Wolfgang Müller aus der Abteilung Verkehr beim ADAC. Dieser fordere schon lange die Einführung intelligenter Ampelsysteme. „Wir sehen darin viel Potenzial, den Verkehrsfluss zu verbessern“, erklärt Müller.

Den Aegidientorplatz will der ADAC aber erst noch eine Weile beobachten, bevor er ein abschließendes Urteil darüber fällt. „Zwischenzeitlich gab es noch Probleme, weil die Marienstraße zu oft Grün bekommen hat. Dadurch kam es zu Staus an anderer Stelle“, berichtet Müller.

Stadt: Optimierungen gehen weiter

Laut Stadtsprecherin Michaela Steigerwald ist dieser Fehler mittlerweile behoben. Auch die Arbeiten am Platz sind so gut wie abgeschlossen. Die Steuerung am Aegi sei so verändert worden, dass Radfahrer in allen Richtungen „automatisch bedient werden“ und nicht per Taster Grün anfordern müssen, erklärt Steigerwald. Zudem seien die Freigabezeiten für Radfahrer und Fußgänger „deutlich verlängert worden“, so dass in vielen Fällen die komplette Fahrbahn in einem Zug gequert werden könne.

In den nächsten Wochen will die Verwaltung den Verkehr am Aegi weiter beobachten. „Bei Bedarf finden weitere Optimierungen statt“, kündigt Sprecherin Steigerwald an. Die Kreuzung muss auch noch an den neuen Verkehrsrechner angeschlossen werden, mit dem der Verkehr noch besser gesteuert werden kann.

Von Christian Bohnenkamp

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