Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt 90 neue Wohnungen in Vahrenwald
Hannover Meine Stadt 90 neue Wohnungen in Vahrenwald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 25.03.2018
Viele neue Wohnungen: Wo früher 29 kleine Reihenhäuser aus den 1960er Jahren standen, errichtet der Spar- und Bauverein derzeit 90 neue Wohnungen. Die Miete soll im Schnitt bei zehn Euro pro Quadratmeter liegen.
Viele neue Wohnungen: Wo früher 29 kleine Reihenhäuser aus den 1960er Jahren standen, errichtet der Spar- und Bauverein derzeit 90 neue Wohnungen. Die Miete soll im Schnitt bei zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Quelle: Alexander Körner
Anzeige
Hannover

29 alte Reihenhäuser aus den 1960er Jahren mussten weichen. Sie machten Platz für eines der größten Bauprojekte des Spar- und Bauvereins in den vergangenen Jahren. Der investiert rund 25 Millionen Euro in das neue Wohnquartier Heinrich-Köhler-Hof in Vahrenwald, das gestern sein Richtfest feierte.

Bis Ende 2018 entstehen auf dem knapp 6000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Moorkamp und Melan­chthonstraße 90 moderne Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Sie sollen eine Größe von 65 bis 115 Quadratmetern haben und jeweils über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen.

Energieeffizient, barrierefrei und teilweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet

Der Spar- und Bauverein verspricht außerdem, dass die Wohnungen energieeffizient, barrierefrei und teilweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein sollen. Geplant sind auch attraktive Außenanlagen, Ge­meinschaftsflächen und Spielbereiche für Kinder.

Die Mieten in den Wohnungen des Neubaus sollen im Schnitt bei zehn Euro pro Qua­dratmeter liegen. „Das ist für ein Neubau extrem günstig, und wir sind sehr stolz, dass wir unseren Mitgliedern immer noch vergleichsweise günstigen Wohnraum anbieten können“, sagt Petra Lips, Sprecherin des Spar- und Bauvereins. Wegen der hohen Baukosten in Hannover von oft 4000 Euro pro Quadratmeter können Neubauwohnungen, die nicht öf­fentlich gefördert wurden, in der Regel nicht mehr unter zwölf Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Ein Pro­blem, das auch das Land erkannt hat. Es hat deshalb zusammen mit der Wohnungswirtschaft in dieser Woche ein „Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen“ ins Le­ben gerufen (NP berichtete).

Durchschnittsmiete 2017: Beim Spar- und Bauverein lag die noch bei 5,75 Euro pro Quadratmeter

Dort soll es in mehreren Arbeitsgruppen unter anderem um die Frage gehen, inwiefern Vorschriften abgebaut werden können, die die Baukosten in die Höhe treiben. Ein ähnliches Bündnis mit der Wohnungswirtschaft hatte die Stadt Hannover 2016 geschlossen. Die sogenannte „Wohnbauoffensive“ soll dazu führen, dass bis 2020 jährlich 1000 neue Wohnungen gebaut werden, was auch dämpfend auf die Mieten wirken soll.

Beim Spar- und Bauverein lag die Durchschnittsmiete 2017 noch bei günstigen 5,75 Euro pro Quadratmeter. Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen nach eigenen An­gaben 24,3 Millionen Euro in Neubauprojekte und 20 Millionen Euro in den Bestand.

Auch in ältere Wohnungen rund um das neue Wohnquartier in Vahrenwald. Fassaden wurden energetisch saniert, Fenster ausgetauscht, Dächer erneuert und neue Balkone angebaut, um den Mietern dort „mehr Komfort“ bieten zu können, so Sprecherin Lips.

Von Christian Bohnenkamp