Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt 5000 Euro Belohnung im Fall der ermordeten Annika B.
Hannover Meine Stadt 5000 Euro Belohnung im Fall der ermordeten Annika B.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 27.11.2012
Mordfall Annika B.: Kurz nach der Tat schon setzte die Polizei auf Plakate. Quelle: Elsner
Anzeige
Hannover

1000 Spuren, 530 Hinweise, hunderte DNA-Tests, ein Phantombild des Täters – aber der Mörder von Annika B. (20) ist seit 365 Tagen auf der Flucht. Der Gesuchte hatte die Studentin am 27. November 2011 vor ihrer Haustür in der Kohlrauschstraße (City) niedergestochen. Die Mutter einer vierjährigen Tochter starb wenig später in einem Krankenhaus.

Um die Fahndung neu zu beleben, hat die Polizei jetzt 5000 Euro Belohnung ausgesetzt. Außerdem verteilen heute Mittag Beamte der Mordkommission „Annika“ in den Straßen rund um den Tatort Flugblätter.

Anzeige

In diesem Flyer bittet die Kripo erneut um Hinweise. Von besonderem Interesse für die Fahnder ist: Welche Person hat nach dem 27. November 2011 ihr Aussehen geändert? Wer ist unerwartet weggezogen. Wer hat sich auffällig intensiv mit dem Mordfall beschäftigt? Wer aus dem Wohnumfeld des jungen Opfers ist als verhaltensauffällig bekannt?

Bei dem Mörder der jungen Mutter soll es sich um einen Brillenträger handeln. Drei Zeugen hatten kurz nach der Tat am Adventssonntag gegen 19.15 Uhr einen Richtung Herschelstraße flüchtenden Mann bemerkt. Nach Angaben dieser aufmerksamen Passanten fertigten Polizeizeichner das aktuelle Phantombild an.

„Die Familie steht dem Mord unverändert fassungslos gegenüber“, sagte gestern der Anwalt der Familie, Matthias Waldraff, „der tiefe Schock betraf besonders dramatisch Annikas Tochter.“ Sie lebt laut Waldraff „in der Familie, die noch weiter zusammengerückt ist, um das Trauma der Tochter zu bewältigen“.

Annika B.s Mutter ließ über ihren Anwalt mitteilen: „Annika ist im Himmel, sie lebt jetzt in einer besseren Welt. Sie ist jetzt bei Gott, er kümmert sich um sie. Und das ist auch das, was wir unserem Enkelkind erzählen.“

Waldraff betonte mit Blick auf den tragischen Verlust und die Trauerarbeit der Hinterbliebenen: „Damit kann man nur abschließen, wenn der Täter gefunden wird.“