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Meine Stadt 50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Blantyre
Hannover Meine Stadt 50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Blantyre
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00:16 27.06.2018
Im Rathaus: Malawis Bürgermeister Wild Ndipo trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Hannover ein.
Im Rathaus: Malawis Bürgermeister Wild Ndipo trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Hannover ein. Quelle: Nancy Heusel
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Mit einem offiziellen Festakt wurde am Samstag das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Hannover und Blantyre (Malawi) gefeiert. Begonnen hat 1968 alles mit einer kleinen Delegation aus Malawi, die auf ihrer Europareise halt in Hannover machte. Die Einladung, zehn jungen Frauen eine Ausbildung im Oststadtkrankenhaus anzubieten, wurde mit nach Blantyre genommen. Seit dem gab es viele gemeinsame Projekte. Im Rahmen des Jubiläums wurde beim diesjährigen Besuch in Hannover am Schwerpunkt Abfallwirtschaft und Stadtentwässerung intensiv gearbeitet. Oberbürgermeister Stefan Schostok betont: „Wir wollen alte Freundschaften festigen und neue Freundschaften entstehen lassen.“ Und: „Auch durch den Klimawandel und die damit verbundenen Überschwemmungen und Trockenzeiten sind wir enger als je zuvor miteinander verbunden.“

Wild Ndipo, Bürgermeister von Blantyre, hebt in seiner Rede die enge Verbindung der beiden Städte hervor: „Obwohl in physischer Hinsicht so viele Kilometer zwischen uns liegen, sind wir über die Jahre so eng zusammen gewachsen.“ Die langjährige Partnerschaft ist durch „die Bemühungen vieler Menschen beider Städte möglich geworden“. Es sei wichtig, „voneinander und übereinander zu lernen und sich nicht durch die Sprache zu entzweien“. Der Botschafter der Republik Malawi, Michael Barth Kamphambe Nkhoma bezeichnet die Städtepartnerschaft als „sehr lebhaft und sehr stark“. Ein besondere Dank geht an Silvia Hesse, 1. Vorsitzende des Freundeskreises Malawi. Der Oberbürgermeister bezeichnet ihr „unermüdliches Engagement als Impuls für die nächsten 50 Jahre.“

Im vergangenen Jahr hat die IGS List eine Schulpartnerschaft mit der Jacarando School in Malawi abgeschlossen. „So können junge Menschen auch in Zukunft Freundschaften schließen“, so Schostok. Im vergangenen Jahr besuchten zwei Schüler mit Ihren Lehrern die Stadt. Greta (14) denkt oft an die Reise zurück: „Die Menschen dort sind besonders gastfreundlich und können richtig Party machen ohne dass sich irgendjemand schämt.“ Dass das Wasser aus einem Brunnen gepumpt werden muss, war für die 14-Jährige etwas ganz neues. „Ich schätze viel mehr das, was wir hier in Deutschland haben und gehe bewusster damit um.“ Auch in Zukunft wird intensiv an der Freundschaft mit Blantyre gearbeitet. Dazu zählen eine Arbeitsgemeinschaft und eine Projektwoche des siebten Jahrgangs zum Thema Afrika.

Zur Fortsetzung der freundschaftlichen Beziehungen von Hannover und Blantyre wurde abschließend ein Memorandum unterschrieben. Außerdem hat sich Wild Ndipo ins Goldene Buch der Stadt Hannover eingetragen.

Rund um die Woche des Jubiläums gab es verschiedene Theaterprojekte, Ausstellungen und Veranstaltungen in der Stadt. Die Ausstellung „Impressionen aus Malawi – dem warmen Herzen von Afrika“ läuft noch bis zum 30. Juli im Margot-Engelke-Zentrum, Geibelstraße 90. Im Oktober besucht eine deutsche Delegation rund um Bürgermeister Thomas Hermann Blantyre.

Von Cecelia Spohn