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Meine Stadt 3 mal 10 000 Euro – neuer Kick für Kultur
Hannover Meine Stadt 3 mal 10 000 Euro – neuer Kick für Kultur
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18:00 27.03.2018
KULTUR-TRIO: Alice Moser (von links), Bernd Jacobs und Janika Millan versprechen unbürokratische Hilfe in Form von Fördermitteln für die Kulturszene.
KULTUR-TRIO: Alice Moser (von links), Bernd Jacobs und Janika Millan versprechen unbürokratische Hilfe in Form von Fördermitteln für die Kulturszene. Quelle: Foto: Schaarschmidt
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Hannover

Lange Antragsfristen einplanen, einen Businessplan vorstellen, Modelle zur Kostenfinanzierung entwickeln – so viel bürokratischer Aufwand schreckt junge Kulturschaffende ab. Ab sofort können sie unbürokratisch und schnell mit Förderung des städtischen Kulturbüros rechnen.

Drei mal 10 000 Euro nennt sich die Idee – und damit ist gleich die Größenordnung beziffert. In den drei Sachgebieten Junge Kultur, Internationale Kultur und der Unesco City of Music stehen ab sofort jeweils 10 000 Euro zur Verfügung. Die Summe geht nicht etwa an ein Projekt, sondern soll eine Vielzahl von Aktionen sichern. Kurzfristig und unbürokratisch fließen jeweils bis zu 1500 Euro.

Alice Moser kann sich für das Sachgebiet Unesco City of Music vorstellen, mit dem Zuschuss einer Band bei Auftritten im Netzwerk der inzwischen 31 Cities of Music zu helfen. Als Botschafter des Musikstandortes Hannover würden die Bandmitglieder dann auf die Reise gehen.

Im Sachgebiet Internationale Kultur könnten die Zuschüsse Fortbildung, Workshops und Ausstellungen im Ausland sichern oder aber internationalen Künstler einen Auftritt in Hannover erleichtern. Das Sachgebiet Junge Kultur, erst sei zwei Jahren im Fokus, hat als Zielgruppe 18- bis 25-Jährige Nachwuchstalente an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Kreativwerkstatt. Gefördert würden Projekte, so Bernd Jacobs, die experimentell und innovativ sind.

Das Geld steht ab sofort bis Ende dieses Jahres bereit. Für die Finanzspritze gibt es keine neuen Zuschüsse der Stadt, sondern eine Umschichtung im Etat des Kulturbüros.

„Der Bedarf ist groß“, findet Janika Millan. gerade im Kulturbereich sei mehr Kooperation, ein Aufbrechen alter Strukturen angesagt, so die Idee. Mehr Informationen unter

www.hannover.de

Von Vera König