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Meine Stadt 24-Jährige weiterhin in Lebensgefahr
Hannover Meine Stadt 24-Jährige weiterhin in Lebensgefahr
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13:30 28.03.2018
In diesem Edeka in Burgwedel begann der Streit, der später zum brutalen Messerangriff führte.
In diesem Edeka in Burgwedel begann der Streit, der später zum brutalen Messerangriff führte. Quelle: Behrens
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Hannover

Oberstaatsanwalt Thomas Klinge hat den Angriff als besonderen Fall bezeichnet. „Es ist außergewöhnlich, dass ein völlig Unbeteiligter eine solche Tat begeht“, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Seit Sonntag sitzt ein 17-jähriger Flüchtling aus Syrien in Untersuchungshaft. Er soll am Sonnabend in Großburgwedel die 24-Jährige nach einem Streit niedergestochen haben.

Am Montag konnte der Lebensgefährte (25) des Opfers vernommen werden. Er stand nach der Tat unter Schock, so dass am Wochenende nur eine kurze Befragung möglich war. Am Montag habe er den Ermittlern erzählt, dass es im Edeka-Supermarkt in der Dammstraße zunächst zu einem verbalen Streit zwischen seiner Freundin, ihm und zwei Jungen (13, 14) gekommen sei. Aus Sicht des Paares hätten sich die Beiden nicht richtig benommen, so dass sie von ihnen zur Ordnung gerufen worden seien. Danach sei der Streit beendet gewesen.

„Wie dann der 17-Jährige ins Spiel kam, ist noch ungeklärt“, so Klinge. Der Beschuldigte  ist der Bruder des 14-Jährigen. Gegen 20 Uhr trafen sich die Kontrahenten jedenfalls an der Dammstraße/Ecke Bissendorfer Straße wieder. Nach Aussage des Lebensgefährten des Opfers kam es erneur zum Streit und zu Schubsereien. Plötzlich sei seine Freundin dann von dem 17-Jährigen in den Bauch gestochen worden. Medienberichte, wonach die 24-Jährige schlichten wollte und dabei verletzt wurde, bestätigte der Pressesprecher nicht.

Die Frau ist nach einer Notoperation ins künstliche Koma versetzt worden. Es weiterhin besteht Lebensgefahr. 

Nach Messerattacken: Im NP-Interview erklärt der Kriminologe Christian Pfeiffer: "Die zivilisatorische Kraft der Frauen fehlt den Jungen, wenn sie untereinander in reinen Macho-Gruppen unterwegs sind."

Von Thomas Nagel