Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt 2019 sollen die Bagger für den LKA-Neubau anrollen
Hannover Meine Stadt 2019 sollen die Bagger für den LKA-Neubau anrollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:45 28.06.2018
Friedo de Vries: Der LKA-Chef erwartet für 2019 den Baubeginn für das neue LKA-Gebäude. Quelle: Petrow
Anzeige
Hannover

Das Thema ist ein Dauerbrenner: Locker 20 Jahre wird in Niedersachsen darüber debattiert, dass das Landeskriminalamt (LKA) ein neues Gebäude braucht. Wenn alles nach Plan läuft, könnten den Diskussionen bald Am Waterlooplatz auch Taten folgen und die Bagger anrollen: „Die ersten Baumaßnahmen könnten 2019 beginnen“, sagt der neue LKA-Chef Friedo de Vries (53). Rund vier Jahre soll es insgesamt dauern, bis das Gebäude im Bereich des Parkplatzes hinter dem jetzigen Behördenhaus Am Waterlooplatz steht.

Der Vorgänger von de Vries, Uwe Kolmey, hatte in seiner etwa 13-jährigen Amtszeit hart für einen LKA-Neubau gekämpft – und dabei Höhen und Tiefen erlebt. Die erlösende Nachricht kam kurz bevor Kolmey Anfang März in den Ruhestand ging: Die rot-schwarze Landesregierung hatte sich darauf verständigt, weitere 55 Millionen Euro für ein neues LKA-Gebäude im Nachtragshaushalt bereitzustellen. Am Ende werden sich damit – Stand heute – die Kosten für das LKA-Projekt auf 128 Millionen Euro belaufen.

Anzeige

Alles unter einem Dach

Geld, das allerdings gut investiert ist. Denn in Zukunft wird sich die Arbeit von fast 1200 LKA-Mitarbeitern in einem einzigen Haus konzentrieren. Und zwar unter Bedingungen, die den Standards der heutigen Zeit entsprechen. Momentan arbeitet das LKA noch verteilt auf sieben Standorte.

Herzstück des Neubaus wird das Kriminaltechnische Institut (KTI) sein. Dort werden dann mit neuester Technik unter anderem sämtliche Spuren, die Polizisten an Tatorten in Niedersachsen sichern, untersucht.

Fit für alle Einsatzlagen

Spätestens im kommenden Frühjahr erwartet de Vries, dass es ein Modell vom Millionen-Projekt Am Waterlooplatz geben wird. „2022 soll der Neubau fertig sein“, sagt der Leiter des Landeskriminalamts. Es wird ein Gebäude sein, das auf dem neuesten Stand ist – entsprechend aktueller Sicherheits- und Einsatzlagen.

Von Britta Mahrholz