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Meine Stadt 150 Polizisten sollen Hannovers Straßen sicherer machen
Hannover Meine Stadt 150 Polizisten sollen Hannovers Straßen sicherer machen
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00:19 08.03.2019
Mehr Polizeipräsenz: Mit einer Umstrukturierung seiner Behörde will Polizeipräsident Volker Kluwe mehr Beamte auf die Straße bringen. Quelle: Foto: Heidrich
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Hannover

Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe will mehr Beamte auf die Straße bringen. Dafür will er seine Behörde komplett neu strukturieren. Bis zu 150 Polizisten sollen in einer neuen Inspektion „Besondere Dienste“ gebündelt werden, um in der Landeshauptstadt mehr Präsenz zeigen zu können und für die Bürger ansprechbarer zu werden. Wegen der Umorganisation werde kein anderer Standort wegfallen, verspricht Landespolizeipräsident Axel Brockmann: „Es wird keine Dienststelle aufgegeben.“

Die Zahl der Straftaten sinkt, gleichzeitig leidet zunehmend das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen – ein krasser Gegensatz, aber tägliche Realität in Hannover. Die Bürgerbefragung der Stadt „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ brachte das Problem 2018 auf den Punkt: Vielfach wünschten sich die Hannoveraner mehr Polizeipräsenz – für Kluwe „Erwartungen, die berechtigt sind“.

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Neue Inspektion „Besondere Dienste“

Und deshalb baut er nun seine Direktion um: Geplant ist, aus den vier Inspektionen Mitte, Ost, West und Süd künftig eine „Inspektion Hannover“ zu machen. Die bisherigen Verfügungseinheiten der vier Dienststellen sollen in einer Inspektion „Besondere Dienste“ zusammengelegt werden. Aus dieser Einheit sollen die bis zu 150 Polizisten kommen, die nach Kluwes Vorstellung künftig vermehrt auf die Straße geschickt werden. Auch Pferde- und Hundestaffel sowie der Verkehrsunfalldienst werden organisatorisch dort angesiedelt.

Planungen vorgestellt: Landespolizeipräsident Axel Brockmann (li.) und Polizeipräsident Volker Kluwe. Quelle: Heusel

Der Vorteil der Bündelung in einer „Inspektion Hannover“ sei, dass Stabsfunktionen wegfallen, Kommunikationsaufwand verringert und Organisation gestrafft würden. Einsätze, Verkehr, Kriminalitätsbekämpfung, bei der „Inspektion Hannover“ gibt es „Verantwortung aus einer Hand“, so Kluwe. Vorgesehen ist, dass die bisherigen Inspektionen Ost, West und Süd künftig Kommissariate werden. Im Umland sollen die Inspektionen Burgdorf und Garbsen unverändert erhalten bleiben.

Ab 1. Oktober zusätzliche Kräfte auf dem Land

Ohne mehr Personal will Kluwe mehr Beamte durch die Neuordnung auf die Straße bringen. Von den 1500 zusätzlichen Polizisten, die die rot-schwarze Landesregierung mindestens einstellen will (NP berichtete), sind die ersten Kommissare zum 1. April bereit für den Einzeldienst. Laut Brockmann darf die Direktion Hannover zum 1. Oktober mit mehr Beamten rechnen, allerdings nicht für die Landeshauptstadt: „Sie werden in die ländlichen Bereiche gehen“, sagt er.

Kluwe drückt beim Behörden-Umbau aufs Tempo: „Ich möchte, dass wir noch in diesem Jahr starten.“ Wo die „Inspektion Hannover“ ihren Sitz haben wird, steht noch nicht fest. Die jetzige Inspektion Ost Am Welfenplatz in der Oststadt (altes Gebäude), aber auch die Inspektion West an der Wunstorfer Straße in Limmer (neues Gebäude) kommen in Frage.

Dass die Polizeidirektion neu strukturiert wird, ist auch für die 3700 Mitarbeiter neu. Der Präsident hat es ihnen gestern Mittag schriftlich mitgeteilt.

Von Britta Mahrholz