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Leben in Hannover Hier dreht Wotan Wilke Möhring den neuen „Tatort“
Hannover Leben in Hannover

Wotan Wilke Möhring dreht neuen „Tatort“ in Hannover

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21:18 09.11.2021
Erster Drehtag: Hier ist Wotan Wilke Möhring (links) mit Alois Moyo und der Filmcrew auf der Ida-Arenhold-Brücke am Ihmezentrum unterwegs.
Erster Drehtag: Hier ist Wotan Wilke Möhring (links) mit Alois Moyo und der Filmcrew auf der Ida-Arenhold-Brücke am Ihmezentrum unterwegs. Quelle: Dröse
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Hannover

Er ist wieder da: Wotan Wilke Möhring (54) ist in der Stadt, dreht einen brandneuen „Tatort“. Am 9. November war Startschuss für die Dreharbeiten. Und so viel ist schon mal klar: Von Hannover wird in dem Krimi – Arbeitstitel „Bis aufs Blut“ – richtig viel zu sehen sein.

Los ging es zunächst am Ihmezentrum, dort hatte die Crew schon am Morgen alles Nötige für die ersten Szenen aufgebaut. Schauplatz war zunächst die Ida-Arenhold-Brücke. Dort hörte man immer wieder Kommandos wie „Drehfertig bitte“, „Ruhe bitte!“, „Ton ab!“, „Ton läuft“. Wotan Wilke Möhring positionierte sich immer wieder mit Schauspieler Alois Moyo (55) auf dem Überweg zwischen Ihmepassage und Peter-Fechter-Ufer, den Blick in Richtung Spinnereistraße gerichtet.

Ein paar Aufkleber müssen noch ab: Ehe weiter gedreht wird, entfernt ein Mitglied der Crew etwas von der Laterne, Wotan Wilke Möhring (Mitte) und Alois Moyo (rechts daneben) warten kurz ab. Die Öffentlich-Rechtlichen sind darauf bedacht, dass keine Werbung für irgendwas in ihren Produktionen zu sehen ist. Quelle: Dröse

An allen Zuwegen standen Sicherheitsleute und baten Passanten, zu stoppen, bis die Bilder im Kasten waren. Die meisten reagierten entspannt, kehrten entweder um oder warteten kurz. Als ein Radfahrer fröhlich klingelte, rief der Hauptdarsteller, der seit 2013 Kommissar Thorsten Falke mimt: „Das ist aber eine schöne Glocke.“ Gewohnt lässig präsentierte der sich in Bluejeans, grauem Pulli und brauner Lederjacke.

Gut gelaunt: Die Darsteller Wotan Wilke Möhring und Alois Moyo lächeln in einer kurzen Drehpause für ein Selfie ins Handy. Quelle: Dröse

Bis zur Mittagspause arbeitete das Filmteam. Zwischendurch verscheuchte der „Tatort“-Star Tauben, indem er in die Hände klatschte, legte sich einen Schal um, wenn er nicht vor der Kamera stand, machte mit Moyo ein Selfie. Der Pulk an TV-Leuten fiel gar nicht so richtig auf – die Crew machte auf der Brücke immer mal wieder Platz für Eltern, die ihre Kinder an der Hand, im Kinderwagen oder Fahrradanhänger hatten, und Postboten, die eilig vorbeisausten. Am wenigsten aufgeregt waren die Enten, die gemütlich über die Ihme schwammen und schnatterten.

Gegen 11.40 Uhr war dann zunächst Schluss und die Crew ging ein paar hundert Meter weiter an die Lenaustraße, wo mehr als ein Dutzend LKW standen. Darunter einer für die Maske, für Wotan Wilke Möhring und seine Filmpartnerin Franziska Weisz (41) – sie ermittelt als Kommissarin Julia Grosz an seiner Seite. In einem Lkw wurden Essen und Getränke ausgegeben, Caterer des Drehs soll die Leipziger Firma „Brust oder Keule“ sein.

Die Anwohner der kleinen Straße nahe der BBS6 und der Glocksee sollen aber alles andere als entzückt über die Dreharbeiten gewesen sein: Angeblich sind Flaschen geflogen und wüste Beschimpfungen gefallen, weil die Trucks so gut wie alle Parkplätze blockieren – wie in vielen Ecken der Stadt sind Abstellmöglichkeiten für Autos hier Mangelware.

Viel los: An der Lenaustraße stehen mehr als ein Dutzend Fahrzeuge der Filmcrew. Quelle: Mirjana Cvjetkovic

Nach der Mittagspause ging es erneut ans Peter-Fechter-Ufer, ehe das Team an die Limmerstraße umzog. An der belebten Straße in Linden-Nord entstanden Aufnahmen, die dann ebenfalls im nächsten Jahr in der ARD zu sehen sein werden. Viel über das Drehbuch aus der Feder von Julia Drache (40) und Sophia Ayissi Nsegue (30) ist nicht bekannt: Es heißt nur, dass Falke und Grosz in der Welt von Papierlosen, also Menschen ohne Ausweispapiere, ermitteln und schnell merken, dass dort andere Regeln gelten.

Eigenes Fahrzeug: „Falke“ steht draußen an der Tür, drinnen findet Wotan Wilke Möhring Platz in den Pausen. Quelle: Mirjana Cvjetkovic

Regisseurin ist Neelesha Barthel (44), eine für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnete Frau, die seit Anfang der 1990er Jahre selbst auch vor der Kamera stand – unter anderen war sie in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen. Wer Fan ist und sich erinnert: Dort verkörperte die Berlinerin die Rolle der Manjou Neria.

Und auch in den nächsten Tagen geht es in der niedersächsischen Landeshauptstadt weiter: An der Herschelwache der Polizeidirektion Hannover wird (nur vor der Tür) gedreht, wohl auch im Restaurant „12 Apostel“ im Pelikanviertel in der List, außerdem in einer Stadtbahn der Üstra. Ein TW 6000 wurde eigens gemietet, damit sich Darsteller und Crew ohne Maske bewegen und arbeiten können. Die Bahn wird wohl auf den Schienen der Linie 10 unterwegs sein.

Das Ermittler-Team Falke/Grosz auf der Limmerstraße: Schauspieler Wotan Wilke Möhring und Schauspielerin Franziska Weisz. Quelle: Rainer Dröse

Übrigens nicht das erste Mal, dass ein „Tatort“ mit dem Ermittlerduo Falke/Grosz bei uns in der Region entsteht: Zuletzt haben sie hier „Tyrannenmord“ (Ausstrahlung ist für Januar 2022 vorgesehen) und „Böser Boden“ in Dollbergen (Uetze, wurde 2017 gezeigt) gedreht.

Hannover wird im Krimi in Szene gesetzt

Offenbar haben sich die Macher (Nordmedia fördert das Projekt übrigens wieder) fest vorgenommen, eine spannende Geschichte zu erzählen und Hannover super in Szene zu setzen, die meisten Außenaufnahmen für die aktuellste Folge entstehen hier bei uns. Und bei so einem Traumwetter wie am Dienstag gibt das doch bestimmt auch eine Traumquote!

Von Mirjana Cvjetkovic