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Leben in Hannover Wo der Grinch Weihnachten gestohlen hat
Hannover Leben in Hannover Wo der Grinch Weihnachten gestohlen hat
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17:07 27.12.2014
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Uwe Binias (58), Landespolizeipräsident: "Natürlich ist bei uns immer alles perfekt! Es gibt keine Pannen, auch nicht zu Weihnachten. Außer, dass einmal unser Festtagsessen, das sehr mühevoll einen Tag vorher vorbereitet
wurde, in Anwesenheit der Gäste ungenießbar war, da über Nacht die Sauce gekippt war und wir dann ziemlich improvisieren mussten. Man kann sagen, dass wir etwas alt aussahen. Das Fleisch wurde gründlich abgespült, die neue Sauce angesetzt und das Ganze neu präsentiert. War nicht der 
Brüller, aber ging!" 

Benjamin Chatton (33), Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf: "Mein unvergesslichstes Erlebnis war der überraschende Heimsieg mit der HBW Balingen-Weilstetten gegen den THW Kiel am 23. Dezember 2009. Danach haben wir noch etwas gefeiert, aber ich bin Heiligabend morgens tapfer um acht  Uhr in Balingen in den Zug gestiegen, um Weihnachten nach Hause zu fahren und zu feiern. Die Fahrt war großartig (schmunzelt): Ich hatte einen Riesenkater und die Züge waren völlig überraschend recht voll ..."

Olivia Jones (45), Dragqueen aus Springe: "Bei uns stand mal der Weihnachtsbaum in Flammen, weil meine Oma mir einen Gefallen tun und unbedingt echte Kerzen benutzen wollte. Wir haben dann mit einem Wassereimer gelöscht. Und ein anderes Mal hatte ich ein Marzipanbrot unter den Baum gelegt. Den hat dann unser Yorkshire-Terrier aufgegessen. Und weil das Brot fast so groß war wie er selbst, hat der Arme sich die ganzen Feiertage übergeben." 

Wilhelm Lindenberg (62), Üstra-Vorstand: "Leider ist am Weihnachtstag unser festlich geschmückter Tannenbaum umgekippt. –
er stand in einem Wasserständer. Das hatte allerdings weitreichende Folgen: Wir mussten den gerade verlegten Parkettboden noch mal neu verlegen, weil sich das Wasser verteilt und Schaden angerichtet hatte. Seitdem gibt es anstatt eines Weihnachtsbaums eine schöne Pyramide aus dem Erzgebirge, die ihre Runden dreht." 

Olaf Lies (47), niedersächsischer Wirtschaftsminister: "Ich fürchte, unser Heiligabend könnte in diesem Jahr ein Desaster werden. Unsere neue Küche ist nämlich immer noch nicht fertig und ich muss heute die letzten Schränke zusammenbauen. Den neuen Herd bekommen wir nicht mehr in Gang, dürfen unser Weihnachtsmahl auf zwei alten Kochplatten zubereiten." 

Marc Bator (42), Moderator: "Meine Familie und ich haben Weihnachten eigentlich immer so genommen, wie es kam: Ochsenbäckchen, die alles andere taten, nur nicht auf der Zunge zu zergehen, kränkelnde Kinder, schwächelnde Eltern … Und im vergangenen Jahr verbrachte ich die Festtage auf Krücken, weil ich eine Fuß-OP hinter mich gebrach t
hatte."

Kai Fischer (53), Geschäftsführer von Antenne Niedersachsen: "Lichterketten an unserem großen Tannenbaum haben Tradition – die überflüssige Tradition des (fast zu) späten Einkaufs. Nahezu jeden 24. Dezember wird mittags beim Tannenbaumschmücken nämlich festgestellt, das mindestens eine der vielen Lichterketten defekt ist. Aber: Die Ersatzbeschaffung ist erprobt! Während einer sich ins Auto schwingt und nach Hannover fährt, telefoniert ein anderer die Kaufhäuser ab. Kleiner Tipp: Kaufhof an der Marktkirche hat Heiligabend bis 14 Uhr auf – und hatte bisher immer Lichterketten." 

Marlen Neuenschwander (29), Sky-Moderatorin aus Hannover: "Wir haben den Klassiker erlebt: Die ganze Familie sitzt ausgehungert um den Tisch, wir schalten das Raclette an und die Sicherung fliegt raus. Das Ganze passiert zweimal, bis klar ist – das Ding ist hin. Da musste ich bei meiner besten Freundin ein paar Straßen weiter klingeln und deren Raclette ausleihen. So richtig lachen konnten wir erst nach dem Essen darüber. Seitdem testen wir das Raclette vorsichtshalber vor Heiligabend."