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Leben in Hannover „Wir sind die Welle“: Dennis Gansel startet bei Netflix durch
Hannover Leben in Hannover „Wir sind die Welle“: Dennis Gansel startet bei Netflix durch
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10:45 01.11.2019
Star aus Hannover: Dennis Gansel startet jetzt bei Netflix durch.
Star aus Hannover: Dennis Gansel startet jetzt bei Netflix durch. Quelle: Behrens
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Hannover

Für ihn wird das eine doppelte Premiere: Ab 1. November ist bei Netflix die Serie „Wir sind die Welle“ zu sehen, es ist darüber hinaus die erste Serie, die Dennis Gansel (46) produziert hat. „Bislang hatte ich beruflich keine Berührung mit Serien, finde das Format äußerst spannend“, sagte der hannoversche Filmemacher und Wahlberliner der NP.

Der Mann, der bislang mit Filmen wie „Die Welle“, „Napola“, „Mechanic: Resurrection“ sowie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ national und international für Furore sorgte, wagt sich also auf ganz neues Terrain. Der Streaming-Dienst war auf den 46-Jährige zugekommen, gemeinsam suchte man nach einer Idee für eine Serie. Und da war sie, die Idee, aus dem Film „Die Welle“ etwas zu machen. „Allerdings waren wir uns schnell einig, dass es nicht so gut ist, genau den Stoff auf sechs Stunden auszuwalzen“, so Gansel.

Gansel fragt Schüler nach brennenden Themen

Ein neuer, frischer Ansatz musste also her. Der Filmemacher besuchte in Berlin, München und Hannover Schulen, fragte Jugendliche, was Themen seien, die sie interessieren. Heraus kam, dass sie Schüler sich gegen das Fahren von SUVs ausgesprochen haben und mit den Mengen an Plastik, die produziert werden, nicht einverstanden sind.

Auf der Lauer: Die Schüler in der Serie „Wir sind die Welle“. Quelle: ratPack Filmproduktion G/Netflix

„Spannend war, dass uns während der Recherchen die Wirklichkeit immer wieder eingeholt hat“, so der Produzent. Denn: Er führte die Gespräche noch bevor Bewegungen wie „Fridays for Future“ überhaupt existierten. Am Ende stellte sich heraus, „dass die heutige Jugend sich von der Jugend von 2006, als ich an ,Die Welle’ gearbeitet habe, unterscheidet. Nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump wurde eine Zeitenwende, ein Umdenken bei den Jugendlichen eingeläutet. Sie hatten das Gefühl, die Erwachsenen haben es nicht gepackt.“

Am Ende geht es doch um Ideologie

In der sechsteiligen Serie kämpfen Teenager gegen eine Waffenfabrik, ein Autohaus, Immobilienhaie und den Bürgermeisterkandidaten einer fiktiven rechtspopulistischen Partei – alles also aktuell. Und am Ende geht es dann doch, wie in „Die Welle“ auch, um Gruppendynamik und Ideologien, hinter die man sich stellen kann – oder eben auch nicht.

Familienspaß: Schauspieler Rick Kavanian (von links), Leighanne Esperanzate, Solomon Gordon und Henning Baum und Regisseur Dennis Gansel drehen „Jim Knopf und die Wilde 13". Quelle: picture alliance/dpa

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Von Mirjana Cvjetkovic