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Leben in Hannover Willkommen, Frau Winterstein!
Hannover Leben in Hannover Willkommen, Frau Winterstein!
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00:16 23.06.2013
Von Mirjana Cvjetkovic
ARBEITSPLATZ: Claudia Winterstein am Goldenen Tor in den Herrenhäuser Gärten.
ARBEITSPLATZ: Claudia Winterstein am Goldenen Tor in den Herrenhäuser Gärten. Quelle: Droese
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Hannover

Ihr Markenzeichen? Eindeutig der blonde Pony. Den musste sich Claudia Winterstein (63) am Mittwoch in Berlin mehrfach richten - nicht nur um einen besseren Blick auf US-Präsident Barack Obama (51) zu erhaschen, „sondern weil es superheiß war.“ Für die FDP-Politikerin aber kein Problem: „Hitze ist mir lieber als Regen“, sagt sie und lacht. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass sie nach dem Besuch von John F. Kennedy (46†) 1963 noch mal einen amerikanischen Präsidenten zu Gesicht bekommt. Als 13-Jährige hat die gebürtige Berlinerin den nämlich live erlebt: „Ich habe für ihn geschwärmt.“

Ihre Amtszeit im Bundestag neigt sich dem Ende, nach den Wahlen im September kehrt sie aus ihrer eigentlichen Heimat in die Wahlheimat zurück - nach Hannover, genauer: nach Bothfeld. Seit 2002 hat Winterstein einen Sitz im Bundestag, 1980 trat sie in die Partei ein. Für das Gespräch mit der NP hat sich Winterstein die Schlossküche Herrenhausen ausgesucht. Auch wenn da ihr Lieblingseis nicht auf der Karte steht - „Espressokrokant. Ich liebe Espressokrokant.“ Und noch etwas zieht sie in diese Gegend - das neu erbaute Schloss: „Ich habe ein Faible für Kultur“, so Winterstein. Noch was: „Ich habe es möglich gemacht, dass der Bund 200000 Euro dazu gibt. Traurig, dass hier nur ein leeren Platz war. Jetzt ist das Schloss ein Anziehungspunkt. Toll, oder?“, schwärmt sie.

Ähnlich euphorisch berichtet Winterstein von ihrer Zeit im Bundestag: „Es war eine spannende und schöne Zeit“, sagt sie. Die 63-Jährige hat lange nachgedacht, ob sie ihre Laufbahn beendet. „Ich habe das mit mir selbst ausgemacht. Alles hat seine Zeit“, begründet sie ihre Entscheidung. Ihren Job hat sie mit „Herzblut“ gemacht: „Ich wäre sicher nicht Politikerin geworden, wenn ich nicht Überzeugungstäterin gewesen wäre.“ In der FDP war sie in Berlin für drei Etats zuständig. „Mir hat das unerhörten Spaß gemacht, gerade in einer kleinen Partei.“ Wirklich? „Klar, da deckt man viel mehr Bereiche ab.“

Was sie in Zukunft machen wird, weiß Winterstein noch nicht. „Das Leben ist bunt.“ Sie weiß aber, dass sie sich mehr der Familie und Freunden widmen will, „die sind so manches mal zu kurz gekommen“, so Winterstein. Und „Schönheiten der Stadt“, Museen und Ausstellungen will sie öfter besuchen - „in Hannover und Berlin.“ Das klingt nach einem guten Plan.