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Leben in Hannover Wie sich ein Royal in Hannover engagieren will
Hannover Leben in Hannover Wie sich ein Royal in Hannover engagieren will
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20:12 08.07.2012
Von Heiko Randermann
GROSSE PLÄNE: Ernst 
August von Hannover junior
vor der Marienburg.
GROSSE PLÄNE: Ernst August von Hannover juniorvor der Marienburg. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Das bedeutet für die Organisatoren der Landesausstellung, dass sie einen erleichterten Zugriff auf das Hausarchiv der Welfen bekommen und sich Hoffnung auf wertvolle Ausstellungsstücke der Adelsfamilie machen dürfen. Im Gegenzug wird die Marienburg in das Ausstellungskonzept eingebunden.

„Das Haus Hannover plant eine gesonderte Ausstellung auf Schloss Marienburg, um die Zeit nach 1837 an einem authentischen Ort in Form einer Ausstellung/Präsentation in das Bewusstsein der gegenwärtigen Diskussion zu stellen“, heißt es in der gemeinsamen Absichtserklärung. Mit der Landesausstellung, die 2014 eröffnet wird, soll an den Beginn der Personalunion der Königshäuser von Hannover und England erinnert werden, die 1714 begann und mit der Thronbesteigung Viktorias 1837 endete. Königin Viktoria, bis heute mit 63 Jahren Rekordhalterin auf dem britischen Thron, durfte nur britische Königin sein, weil das Haus Hannover damals eine weibliche Thronfolgerin nicht akzeptierte.

Der gemeinsame Einsatz für die Landesausstellung soll aber nur der Beginn einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen dem Land Niedersachsen und dem Haus Hannover sein. Gemeinsam wolle man auf ein „ausgewogenes Geschichtsbild Niedersachsens“ hinwirken. Hintergrund: Nachdem das Königreich Hannover nach der Schlacht bei Langensalza 1866 dem preußischen Staat einverleibt worden war, war auch die Geschichtsschreibung über Hannover weitgehend preußisch geprägt. Hier wollen Land und Welfenfamilie die unterschiedlichen niedersächsischen Landesteile stärker hervorheben - ohne sich jedoch konkret festzulegen, was das bedeutet.