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Leben in Hannover Wer will mitmachen bei Maybebop?
Hannover Leben in Hannover Wer will mitmachen bei Maybebop?
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22:00 05.05.2013
AUF ERFOLGSKURS: Maybebop wollen jetzt auch die USA erobern.
AUF ERFOLGSKURS: Maybebop wollen jetzt auch die USA erobern. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Sie haben keine Berührungsängste: Die Wortakrobaten der erfolgreichen A-cappella-Band Maybebop sind „Extrem nah dran“ - genau wie der Titel ihres Hit-Albums verspricht. Für ihre neue CD „Weniger sind mehr“ suchen die vier Sänger jetzt Gesangs-Unterstützung bei ihren Fans in Hannover.

„Für zwei unserer neuen Stücke brauchen wir einen Chor“, erklärt Songwriter und Bariton Oliver Gies (39). Vorerfahrung ist nicht gefragt: „Jeder kann sich trauen und wird mit Namen im CD-Booklet aufgelistet“, verspricht Bass-Sänger Sebastian Schröder (38). Am Freitag, 10. Mai, öffnen die beiden Musiker aus Hannover und ihre Bandkollegen Jan Bürger (33) und Lukas Teske (33) aus Hamburg und Berlin deshalb von 11 bis 15 Uhr für Neugierige und Hobbysänger ihre Studiotüren in der Kollenrodtstraße 60. Singen für den guten Zweck: Der Fan-Club verkauft Kaffee und Kuchen, der Erlös geht an den Verein „Kinder leben in Völksen“.

Das kleine Hinterhofstudio in der List ist das Herzstück des A-cappella-Projektes. Gies sitzt am Schreibtisch. Auf dem großen Monitor ist ein Schnittprogramm geöffnet, aus den Boxen dringen immer wieder Sequenzen eines neuen Stücks. Die Arbeit am elften Album liegt in den letzten Zügen. Probenblöcke, Aufnahmen, Interviews und nebenbei rund 120 Konzerte im Jahr - für Leichtigkeit und Witz auf der Bühne arbeiten die vier Familienväter hart. „Wir sehen uns häufiger als unsere Ehepartner“, sagt Gies und lacht.

Vier Sänger, achtfacher Band-Nachwuchs. „Meine beiden Kinder haben uns ein paar Tage auf Tour begleitet“, so Gies. „Am Ende war das Herumreisen aber ein bisschen anstrengend und sie waren froh, wieder zu Hause zu sein.“

Trotz stressigem Tour-Alltag gibt es selten Streit zwischen den Musikern: „Manchmal ist einer schlecht gelaunt, aber wir kennen uns gut und lassen den anderen dann einfach in Ruhe“, erzählt Schröder. Dennoch: Für das Pendeln zwischen Städten und Konzerten müsse man gemacht sein, glaubt Gies. Der Vorteil: „Man ist immer in Bewegung und hat keine Gelegenheit, sich festzufahren.“

Für die A-cappella-Sänger gibt es keine Zeit zum Ausruhen. Gerade haben sie in den USA zwei Preise bei den Cara- Awards für ihr erstes englischsprachiges Album „German verboten“ abgeräumt. „Das ist natürlich fett - eine große Auszeichnung“, freut sich Schröder mit breitem Grinsen.

Jetzt wird fleißig an der USA-Tournee im Januar 2014 gefeilt. Und dann? Die Band ist für Überraschungen gut: „Wir würden gerne mal ein Spezial-Programm beim Wacken-Festival spielen“, träumt Gies. Metal trifft a capella. Könnte eine interessante Mischung werden.

Andrea Tratner 03.05.2013
Philipp Schaper 03.05.2013
Mirjana Cvjetkovic 29.04.2013