Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Warum das „Zo’e“ in Hannover weltumfassend ist
Hannover Leben in Hannover

Warum das Restaurant „Zo’e“ in Hannover weltumfassend ist

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:12 08.10.2021
Hält sich gerne im „Zo’e“ auf: Die Pflanzenwand inspiriert Betriebsleiter Aminas Abou-Alhaj.
Hält sich gerne im „Zo’e“ auf: Die Pflanzenwand inspiriert Betriebsleiter Aminas Abou-Alhaj. Quelle: Dröse
Anzeige
Hannover

Es gab kein Tamtam, keine Eröffnungsparty, kein sonstiges Gewese. Still und leise hat das „Zo’e“ an der Rathenaustraße hinter der Oper eröffnet, das Restaurant ist mittlerweile seit zwei Monaten in Betrieb. Der Laden steht für sich, heißt es. Niemand in Person soll in den Vordergrund gestellt werden. Dennoch hat sich Betriebsleiter Aminas Abou-Alhaj (34) bereit erklärt, das „Zo’e“, die Entstehungsgeschichte sowie das Konzept zu erläutern.

„Wir wollten einen Ort kreieren, an dem unterschiedliche Küchen der Welt zusammenkommen“, beschreibt der Mann, der sein Handwerk hauptsächlich im Wolfsburger Fünf-Sterne-Luxushotel Ritz Carlton gelernt hat. Was das Personal betrifft, könnte das schon mal gut funktionieren: Zu Belegschaft gehören Mitarbeitende unter anderem aus Italien, England und Polen, Abou-Alhaj stammt aus Litauen.

Mondän: Große in Gold gerahmte Bilder, Samtstühle, Beleuchtung – die Ausstattung des „Zo'e“ an der Rathenaustraße ist schick. Quelle: Dröse

Auf der Karte – und die meinte der Betriebsleiter eigentlich – findet sich ebenfalls eine internationale Handschrift: Um die Nudelgerichte (es gibt unterschiedliche Sorten mit einzeln wählbaren Soßen wie „Diegos neapolitanisches Ragout“, Trüffelsoße, Schwertfisch-Potpourri) kümmert sich ein Pastameister aus Italien, für die Sushi-Kreationen wurden Experten rangeholt, der italienische Barkeeper hat stets Limoncello zur Hand, die Poke Bowls sind mit „Tokyo“-, „Marrakesch“- und „Greek“-Versionen weltumfassend.

Es gibt belegte Brote (von Gaues aus der Region!), die hier „Fancy Breads“ heißen und lustige Namen wie „Parmela Anderson“ und „Jackie but not Chan“ tragen. Was die Gerichte eint: Alle weisen besondere Akzente auf, „die dann den Unterschied machen“, so der 34-Jährige. Im Falle von „Parmela Anderson“ seien das Details wie Rote-Bete-Crumble, die ins Auge stechen.

Neues Restaurant: Im „Zo’e“ finden 132 Gäste Platz, die Terrasse verfügt über 40 Sitzplätze. Quelle: Dröse

Dem steht das Interieur in nichts nach: Die Ausstattung ist mit dem schwarz-weißen Fußboden, den teils mit purpur- und petrolfarbenen Samt überzogenen Stühlen und Sitzbänken, den mondänen XXL-Bildern an den Wänden, der grünen Pflanzenwand und einer beleuchteten Bar sehr detailverliebt. Besonders das Lichtkonzept sorgte bei Passanten schon vor Eröffnung für Aufsehen: „Einige dachten, hier eröffnet ein Lampenladen“, erzählt der Betriebsleiter lachend.

Optisch ist das „Zo’e“ mit seinen 132 Plätzen drinnen (auf der Terrasse sind es weitere 40) auf jeden Fall ein Hingucker, die Umbauarbeiten haben anderthalb Jahre gedauert. „Es sieht schon sehr prunkvoll aus, manche würde sogar spießig sagen“, findet Abou-Alhaj. Ein Hindernis soll das aber für niemanden sein: „Es gibt keinen Dresscode, jeder ist willkommen – und zwar genau so, wie er oder sie ist und sein möchte.“ Ab 4. November soll es donnerstags immer eine „Ladies Night“ geben, außerdem sind ein Frühstücksbüffet sowie ein Mittagstisch geplant.

Neues aus der Gastro-Szene

Die Neuigkeiten rund um Hannovers Gastronomie-Szene jeden Donnerstag gegen 12 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Blickfang Bar: Hier werden Cocktails gemixt, Biere und Weine ausgeschenkt. Quelle: Dröse

Abou-Alhaj selbst ist der Experte für begleitende Weine, „unsere Karte ist sehr weißweinlastig, da wir keine deftige Küche anbieten“. Der 34-Jährige hat seine bisherigen Lieblingsposten auf der Speisekarte ausgemacht, mag den Don Papa Sour als Cocktail und das Carpaccio, weil es „hauchdünn geschnitten und gut gewürzt“ ist. Manchmal hat er aber auch einfach nur Lust auf ein Brot und trinkt dazu dann das, was er auch jedem Gast empfehlen würde: „Ein Bier.“

Von Mirjana Cvjetkovic