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Warum Schauspielerin Alexandra Kamp gerne in der Region Hannover ist

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16:30 12.11.2021
Mit allen Wassern gewaschen: Das ist Alexandra Kamp in ihrer Rolle als Alex in „Eine verhängnisvolle Affäre“.
Mit allen Wassern gewaschen: Das ist Alexandra Kamp in ihrer Rolle als Alex in „Eine verhängnisvolle Affäre“. Quelle: Imago
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Hannover

Das aktuelle Stück, in dem sie gerade zu sehen ist, musste pandemiebedingt eine Zwangspause einlegen. Nun spielt Alexandra Kamp (54) wieder in „Eine verhängnisvolle Affäre“ und feiert in Barsinghausen Dernière.

Frau Kamp, die Figur, die Sie in dem Stück „Eine verhängnisvolle Affäre“ spielen, heißt auch Alex. Was verbindet Sie?

Der Vorname Alexandra, der Spitzname Alex, den ich für mich persönlich nicht mag, und die Leidenschaft für Dinge, an die man glaubt.

Nämlich?

Im Falle der fiktiven Alex ist es der tiefe Glaube, die Besessenheit, die Liebe des Lebens gefunden zu haben und sich davon durch nichts abbringen zu lassen.

Das Ensemble: Alexandra Kamp steht in dem Stück mit Lisa Karlström (links), Christian Nickel und Stephan Benson (rechts) au der Bühne. Quelle: Anatol Kotte

Der Stoff ist mittlerweile mehr als 30 Jahre alt. Warum ist er immer noch aktuell?

Weil auf diesem Planeten das schöne Wort Leidenschaft immer wieder in Gier und Habsucht endet. Das wird wohl auch bis ans Ende unserer Tage so bleiben.

In dem Hollywoodstreifen hat Glenn Close Alex gemimt. Wie finden Sie ihr Spiel?

Ich finde sie nicht nur in diesem Film sensationell und halte sie für eine der besten Schauspielerinnen der Welt. Erstaunlicherweise war sie für die Rolle gar nicht in Betracht gezogen worden, sondern hat sich dafür selbst ins Spiel gebracht. Man hatte sie schlichtweg für nicht sexy genug gehalten. Als sie dann im Casting eine der Schlüsselszenen mit Michael Douglas gespielt hatte, war allen sofort klar: Sie ist es! Die Szene ist übrigens noch bei Youtube zu sehen.

Apropos sexy: Vor fast 20 Jahren wurde Sie von der Zeitschrift Maxim zur „Frau des Jahres“ gewählt. Inwiefern haben Sie sich seitdem verändert?

Insofern, dass es mich mittlerweile null interessiert, wie Menschen mein Äußeres wahrnehmen. Es geht mir nur noch darum, wie ich mich wohlfühle. Ich fühle mich schon lange in mir angekommen.

In der Region dürften Sie sich mittlerweile schon gut auskennen: Sie haben hier schon oft Theater gespielt, privat gibt es eine Verbindung zu Fürst Alexander nach Bückeburg. Gibt es etwas, das Ihnen besonders gefällt?

Ich mag die Weiten, die Landschaften, die Gestüte. Ich komme aus dem Schwarzwald, kenne von dort vor allem nur Berg und Tal. Es gefällt mir, im Tourbus über die Dörfer zu fahren und beim Blick in die Landschaft, meine Gedanken schweifen zu lassen. Es ist ein bisschen so wie beim Befahren der Route 66 in Amerika: Da kommen, so weit das Auge rechts und links reicht, wunderbare, gedankenstimulierende Weiten!

Alexandra Kamp

* 29. Dezember 1966 in Karlsruhe. Sie wächst in Baden-Baden auf, ihre Eltern sind Schauspieler. Als sie elf Jahre alt ist, gewinnt sie einen nationalen Vorlesewettbewerb. Nach dem Abitur studiert sie Schauspiel in Paris, New York und Los Angeles. Sie spricht vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch), ist außerdem erfolgreich als Model unterwegs. Sie gastiert an diversen Theatern, ist außerdem in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Sie engagiert sich für Amnesty International sowie die Tierschutzorganisation Peta. Kamp lebt mit Fotokünstler Michael von Hassel in Berlin.

Schönes Paar: Alexandra Kamp und Michael von Hassel sind seit dem Jahr 2007 liiert. Hier sind sie im Oktober 2021 bei der Hochzeit von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Mahkameh Navabi in der Stadtkirche Bückeburg zu Gast. Quelle: Dröse

Was Ihnen für immer bleibt, ist, dass Sie Ihren Lebensgefährten im Schaumburger Land kennengelernt haben. Michael von Hassel, einen Fotokünstler. Wie oft dürfen Sie für ihn posieren?

Gar nicht. Er fotografiert nur Landschaften, keine Menschen. Insofern habe ich da meine Ruhe (lacht). Ich bin bei uns diejenige, die immer alle fotografiert und es deshalb kaum Bilder mit mir gibt.

Haben Sie die aktuelle Entwicklung in der Coronapandemie betreffend Befürchtungen?

Höchstens, dass die Dernière in Barsinghausen nicht stattfinden kann. Das wäre schade, denn das Stück lief super erfolgreich – bis Corona kam. Aber ich bin kein Freund von Befürchtungen: Wir sind Frequenz und Energie, gibt man Befürchtungen Raum, dann nehmen sie sich den auch. So wie wenn aus Worten Taten werden … Deshalb bleibe ich lieber in positiver Schwingung und Resonanz. Befürchtungen führen nur in eine Negativspirale.

Kamp liest Nachrichten nur noch ausgewählt

Wie müde, verzweifelt oder genervt sind Sie wegen des Themas?

Ich gucke und lese einfach nur noch ganz ausgewählt Nachrichten.

Was planen Sie für die Zukunft?

Am 12. Dezember habe ich Premiere mit meinem Soloprogramm „Zeitlos“ im Hamburger „Theater im Zimmer“, ansonsten spiele ich weiterhin die Stücke „Gut gegen Nordwind“ und dessen Fortsetzung „Alle sieben Wellen“. Für die Zukunft sind bislang sechs Theaterstücke in der Pipeline. Und darauf freue ich mich.

Alexandra Kamp ist in „Eine verhängnisvolle Affäre“ im Theater am Spalterhals in Barsinghausen zu sehen. Los geht es am 13. November um 20 Uhr. Tickets kosten 14 und 23 Euro, erhältlich unter reservix.de

Von Mirjana Cvjetkovic

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