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Leben in Hannover Goldene Zeiten für Genießer in der Vince Weinbar
Hannover Leben in Hannover

Vince Weinbar Hannover: Stullen, Kaviar, Weine - goldene Zeiten für Genießer

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07:51 24.11.2021
Christoph Rau von der „Vince Weinbar“ verfeinert eine Stulle der „Backgeschwister“ mit frischem Trüffel.
Christoph Rau von der „Vince Weinbar“ verfeinert eine Stulle der „Backgeschwister“ mit frischem Trüffel. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Ambiente: Es schimmert golden an der Theaterstraße Nummer eins. Hier hat Vassili Vassiliou, der bereits das Restaurant „Vince“ an der Oper betreibt, Anfang August die „Vince Weinbar“ eröffnet. Im vorderen Barbereich sitzen Gäste an der Theke oder an den Fenstern auf hohen Hockern, im hinteren Teil nimmt man auf bequemen goldenen Sofas Platz und speist parallel zum begehbaren Weinlager des Lokals. Spiegel und Lampen sind in Goldtönen gehalten, auch das Flaschenregal hinter der Bar leuchtet gülden. Diese Vinoteca ist edel und dennoch gemütlich.

Die schicke Bar in der Theaterstraße Quelle: Frank Wilde

Service: Unser einziger Kritikpunkt vorneweg – in der „Vince Weinbar“ kann man nur ab vier Personen einen Tisch reservieren. Das führt dazu, dass wir – zu zweit – erst mal einen Bummel durch die City einschieben. Beim zweiten Anlauf ergattern wir einen Platz am Fenster zur Theaterstraße. Service-Chefin Nora Henjes hat die Lage stets im Griff, Christoph Rau, der in einer Miniküche hinter der Bar die Speisen zubereitet, verrät uns am Ende des Abends freundlich Teile der Rezepturen – dazu später mehr.

Große Auswahl: Nora Henjes hat Weinempfehlungen zu jeder Speise Quelle: Frank Wilde

Essen & Trinken: Austern, Kaviar, Champagner – in dieser Vinoteca kann man luxuriös dinieren. Uns reizen aber andere Seiten der kleinen und sehr feinen Speisekarte. Wir beginnen mit der Bouillabaisse (kleine Portion 16,50 Euro), die am Tisch angegossen wird, und können uns nicht erinnern, jemals einen Sud mit einer solchen Wucht und Tiefe gekostet zu haben. Als Einlage gibt es Garnele und Kabeljau, die Knoblauchsauce Rouille, die jede Bouillabaisse begleitet, wird auf einer Scheibe Brot der „Backgeschwister“ serviert. Ein sensationeller Auftakt.

Austern und Kaviar Quelle: Frank Wilde

Viele Speisen in der Weinbar werden in einem gusseisernen Topf, einem Creuset, serviert, darunter Kalbsbäckchen, ein Onsen-Ei und Jakobsmuscheln. Uns gefällt das Angebot, diese Speisen als „Dreierlei to Share“ zu ordern (39 Euro). Die sehr zarten Bäckchen und der Kartoffelstampf sind zurückhaltend gewürzt und lassen dem orientalischen Rotkohl den Vortritt, der in Orangensaft gegart und, wie Christoph Rau auf Nachfrage berichtet, mit Sternanis, Zimt und Kardamom verfeinert wurde. Konsistenz, Ausgewogenheit der Aromen – hier stimmt alles.

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Das Onsen-Ei wurde nach einer japanischen Rezeptur eine Stunde bei 63,3 Grad wachsweich gegart, es wird von Babyspinat, Trüffelschaum und großzügig gehobelten Trüffeln begleitet. Auch das Creuset mit den Jakobsmuscheln entzückt uns: Die Muscheln vereinen sich vortrefflich mit Kürbisragout, Babyspinat und einer dezenten Curry-Hollandaise. Die kreativen Kompositionen gewähren jedem Aroma die volle Entfaltungsfreiheit. Uns schmeckt zu diesem köstlichen Mahl ein frischer Grauburgunder von Gleichenstein (0,15 Liter sieben Euro) und ein trockener Muscadet von Brédif (0,15 Liter 6,50 Euro).

Fazit: In der „Vince Weinbar“ lässt sich ein Abend verbringen, auf den auch Gott in Frankreich ein bisschen neidisch wäre. Das stilvolle Ambiente und die zentrale Lage ergeben einen Treffpunkt für Hannovers Austern- und Champagnerszene. Doch die Speisekarte beweist: Es muss nicht immer Kaviar sein.

Ambiente 7 von 8, Service 7 von 8, Essen und Trinken 8 von 8

Vince Weinbar

Theaterstraße 1, 30159 Hannover, Telefon: 0511/89 88 44 05

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 24 Uhr, Sonnabend 12 bis 1 Uhr, Sonntag und Montag Ruhetag.

  • Nicht für Kinder geeignet
  • Hunde willkommen
  • Kein veganes Gericht
  • Barrierefrei? Nein
  • Wie bezahlen? bar, EC, Visa, Master

Von Julia Braun