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Leben in Hannover „Unser Leben steht ganz schön kopf“
Hannover Leben in Hannover „Unser Leben steht ganz schön kopf“
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20:35 14.03.2013
Von Mirjana Cvjetkovic
HABEN IM MOMENT EINEN LAUF: 
Sarah Nücken und Steffen Brückner gewannen als Mrs. Greenbird 
die VOX-Casting-Show „X-Factor“.
HABEN IM MOMENT EINEN LAUF: Sarah Nücken und Steffen Brückner gewannen als Mrs. Greenbird die VOX-Casting-Show „X-Factor“. Quelle: VOX
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Hannover

Frau Nücken, was hat sich seit dem Sieg bei „X-Factor“ für Sie verändert?

In der Band gar nicht so viel. Aber unser Leben steht derzeit ganz schön kopf. Wir haben keinen geregelten Alltag, keine Wochenenden und vorerst keinen Urlaub. Und unsere Jobs mussten wir auch erst einmal aufgeben, weil es zeitlich nicht mehr ging.

Wie sind Sie zu „X-Factor“ gekommen?

Zufall. Steffen wollte beim Kölner Musicstore eigentlich nur ein Gitarrenkabel kaufen, als er dort den X-Factor-Stand gesehen hat. Dann hat er sich überreden lassen mitzumachen. Und schwups waren wir dabei.

Seit wann machen Sie zusammen Musik? Und wie würden Sie sie beschreiben?

Seit sechs Jahren machen wir gemeinsam Musik. Mrs. Greenbird gibt es seit zweieinhalb Jahren. Unser Stil nennt sich Singersongwritercountryfolkpop.

Bitte, was?!

Na ja, selbstgeschriebene handgemachte Musik mit akustischen Arrangements zwischen Folk, Country und Pop (lacht).

Wie kam es zu dem Namen?

Eines Tages kamen wir von einem Gig nach Hause und vor unserer Haustür lag ein toter grüner Papagei. Bis dahin hatten wir uns immer nur Sarah und Steffen genannt. Der Papagei hat uns dann inspiriert.

Was haben Sie mit dem Tier gemacht?

Wir haben den Vogel ganz behutsam in ein Blumenbeet gelegt.

Es war nicht nur alles schön - es soll Morddrohungen gegeben haben.

Die Geschichte ist ziemlich aufgebauscht worden. Es war eigentlich nur ein kleiner Teeniestreich von Fans einer anderen Band, die bei X-Factor mitgemacht hat. Eine bescheuerte Sache, an die wir nicht mehr als einen kleinen Gedanken verschwendet haben. Und es ist ja auch nichts passiert, wie Sie sehen.

Wer hat bei Ihnen den Hut auf?

Den hat keiner auf, wir sind da gleichberechtigt und konsensorientiert. Ich bin mehr introvertiert, Steffen extrovertiert. Ich sitze in der Ecke, komponiere und schreibe Songs mit meiner Gitarre oder dem Klavier. Steffen spielt es hinterher viel schöner und variantenreicher. Ich kann nämlich nur die Hippielagerfeuer-Akkorde schrammeln. So entwickeln wir unsere Songs. Vielleicht schreiben wir demnächst auch mal mehr zusammen. „Shooting Stars & Fairy Tales“ ist der erste Song, den wir gemeinsam komponiert haben.

Sie teilen sich ja nicht nur die Bühne, sondern auch das Bett. Wird auch nach Feierabend weiter diskutiert?

Ja, im Moment lässt es sich nicht vermeiden, Mrs. Greenbird nimmt wirklich sehr viel Zeit ein, es muss viel geplant und Entscheidungen müssen getroffen werden. Aber das ist ja auch schön.

Man sieht viel Grün in Ihren Musikvideos. Lieblingsfarbe?

Das war aber nicht immer so! Als Kind war Blau meine Lieblingsfarbe, alles war blau: Sessel, Kerzenständer. Dann hatte ich jahrelang keine Lieblingsfarbe. Und ab 20 war es plötzlich Grün.

Sie sind für den Echo nominiert. Werden Sie da auch etwas Grünes tragen?

Ich weiß es noch gar nicht, mal gucken. Aber wir sind schon sehr aufgeregt und freudig gespannt. Ich kanns mir kaum vorstellen, dass wir gegen die Toten Hosen, die mit uns in einer Kategorie nominiert sind, wirklich gewinnen könnten. Aber wer weiß? Wenn wir keine Chance hätten, wären wir ja nicht nominiert worden (lacht).

Der Hannoveraner Nikolaj Georgiew hat das Musikvideo zu „Shooting Stars & Fairy Tales“ gedreht. Wie kam das?

Wir hatten eine Idee zum Video, es sollte verspielt und verträumt sein. Nikolaj hat sich angesprochen gefühlt, und er hatte auch großen Spaß. Es ist genau so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Der Mann ist sehr kreativ.

Apropos Hannover: Am 28. März haben Sie ein Konzert im Capitol. Was haben Sie für die Fans hier im Gepäck?

Viele Stilrichtungen, viele Instrumente. Mal spielen wir zu zweit, mal mit Band. Und natürlich eine gemütliche grüne Bühne (lacht).