Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Um 20.15 Uhr hört Mr. Tagesschau auf
Hannover Leben in Hannover Um 20.15 Uhr hört Mr. Tagesschau auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 29.04.2013
Von Mirjana Cvjetkovic
LETZTER AUFTRITT: Marc Bator führt Sonnabend das letzte Mal durch die Tagesschau.
LETZTER AUFTRITT: Marc Bator führt Sonnabend das letzte Mal durch die Tagesschau. Quelle: ARD
Anzeige
Hannover

Das wars dann also beim Ersten Deutschen Fernsehen mit der Tagesschau - für Moderator Marc Bator (40) jedenfalls. Sonnabend gbit es um 20 Uhr die letzte Nachrichtensendung der ARD, durch die der Gehrdener führt. Der 40-Jährige wechselt zur Konkurrenz und heuert ab dem 10. Mai als Anchorman der Sat.1-Nachrichten an - aber nicht nur! „Ich werde nun auch Wissens- und Unterhaltungsshows moderieren“, freut sich der smarte Sprecher. Eine Herausforderung, die ihm beim öffentlich-rechtlichen 13 Jahre verwehrt geblieben ist. Letztlich auch der Grund, warum Bator kündigte.

Dass es das bei der Tagesschau noch nie gegeben hat, weiß der er natürlich selbst: „Wechsel hat es nur gegeben, wenn jemand in Rente ging oder für einen Skandal gesorgt hat.“ Damit meint er wohl seine Vorgängerin Dagmar Berghoff (70, Rente), aber auch Susan Stahnke (45, schmiss nach Veröffentlichung von Straps-Fotos hin) und Eva Herman (54, verließ die Tagesschau nach umstrittenen Aussagen zur Nazi-Politik).

„Ich habe bestimmte Vorstellungen und auch Träume, die ich jetzt hoffentlich bei Sat.1 finden werde“, so Bator. Und dazu gehört eben, nicht nur für eine Viertelstunde am Tag der Nachrichtensprecher zu sein. „Es war sehr schwer, aber eben doch sinnvoll der ARD den Rücken zu kehren“. Dafür hat er nun ein „Knaller-Angebot“ bekommen, „ziemlich einmalig“, das stimmt den zweifachen Vater „superglücklich“.

Er verspricht den neuen Zuschauern (aber auch denen, die mitgehen), dass er noch mehr von seiner Persönlichkeit rauslassen wird. „Es wird lockerer zugehen, als in der Tagesschau und ich werde mich ganz als der, der ich bin, zeigen.“ Also kein enges Korsett mehr, sondern „die volle Ladung Marc Bator“ wirds also geben. Vielleicht sogar auch mal ohne Krawatte: „Es wäre doch ein Traum, auch mal im Sakko, Hemd und Turnschuhen von den Neuigkeiten des Tages zu berichten. Wenns 33 Grad im Schatten sind und alles draußen halbnackt rumläuft, muss Schlips und Kragen nicht sein.“

Kaum zu überhören, dass sich der Mann so richtig auf seine neue Aufgabe freut. Auch wenn der Weggang seine Fans traurig macht: Der Tagesschau-Blog ist voll von Einträgen, die den Wechsel bedauern. „Diejenigen müssen eben nur drei Programme weiterschalten“, empfiehlt der er zeigt sich berührt von der positiven Internet-Post seiner Anhänger.

Das persönliche Umfeld wird sich für den Vollblut-Journalisten auf kurz oder lang auch ändern: Während er bislang in zehn Minuten zur Arbeit radeln konnte, sitzt er im Zug, um seine neue Arbeitsstätte Berlin zu erreichen. „Ein Umzug ist wahrscheinlich“, so Bator. Familiär passt es auch: Tochter Jodie (5) könnte direkt in der Bundeshauptstadt eingeschult werden, die ältere Jill (8) aufs Gymnasium wechseln.