Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Terenzis Schocky Horror Show
Hannover Leben in Hannover Terenzis Schocky Horror Show
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 11.07.2012
Von Laura Zacharias
GAR NICHT SCHÖN: Miss NP Viktoria Specht lehrt die "Horror Nights"-Besucher im Zombieland das Fürchten.
GAR NICHT SCHÖN: Miss NP Viktoria Specht lehrt die "Horror Nights"-Besucher im Zombieland das Fürchten. Quelle: Behrens
Anzeige
Hannover

Eigentlich gehöre ich zu den Menschen, die in der Geisterbahn ihren größten Lachanfall haben und es bei Horrorfilmen wie „Scream“ oder „Blair Witch Project“ schaffen, mit ironischen Kommentaren allen Mitguckern die Gruselstimmung zu vermiesen. Bei den „Horror Nights“, die Popsänger Marc Terenzi im Wasserturm veranstaltet, erwartete ich Ähnliches - Fehlanzeige!

Terenzi feiert an diesem Abend seinen 34. Geburtstag, aus diesem Anlass sind auch bekanntere Gesichter wie „Playboy“-Model Anna Beletzki oder Sarah Connors Schwester Lulu Lewe am Wasserturm, um mit dem Grusel-Experten im „Vampires Club“ (der After-Show-Party im Turm) anzustoßen.

Doch erst einmal muss Terenzi arbeiten: Bereits um 19 Uhr hat sich auf der Holzterrasse rund um den Wasserturm eine lange Schlange gebildet, hauptsächlich junge Menschen warten darauf, sich an diesem Abend schön zu fürchten. Für die 16,50 Euro, die man als Besucher an der Kasse zahlt, muss man auch ein abendfüllendes Programm überleben. „Erste Menschen wurden schon als vermisst gemeldet“, warnt ein düster gekleideter, erschreckend geschminkter Herr die Wartenden. Damit es nicht langweilig wird, reicht man uns einen blutroten Aperitif in Spritzen.

Dann werden wir zum ersten von drei „Horror-Labyrinthen“ geleitet, dem sogenannten „Slaughterhouse“. Besucherin Eva Simon und ihre Arbeitskolleginnen bleiben, als wir uns durch den Nebel vortasten, schön zu viert beieinander, während ich allein hinterherschleiche - der NP-Fotograf hat Besseres zu tun, als mit mir Händchen zu halten. In fast jeder Ecke warten Zombies und andere fiese Wesen auf uns, sie haben Messer und lassen Kettensägen aufjohlen. Gruselig, aber erträglich.

Als richtig beängstigend empfinde ich erst den nächsten Raum - und hier wird mir zum ersten Mal klar, dass es einen Unterschied zwischen Angst und Schreck gibt. Die „FarahWaldStory“ ist ein stockdunkles Labyrinth, durch das wir uns vortasten. Besser gesagt: durch das sich mein Kollege vortastet, denn ich klammere mich an seinem Rucksack fest, höre ab und zu die kreischenden Freundinnen und wünsche mir einfach, dass alles bald vorbei ist. Manchmal meine ich, dass etwas hinter mir erscheint, dann streift mich etwas, aber zu sehen ist nichts - leider auch kein Ausgang. Nach zehn Minuten Todesangst wird es heller und heller - ich spüre, wie mein Puls sinkt. Ich lebe!

Im Zombieland auf dem Parkplatz hinter dem Wasserturm wollen die Darsteller mir zwar weismachen, dass sich das ganz schnell ändern könnte, aber als ich unsere Miss NP Viktoria Specht oder Choreograf Darryl Blackman in den Zombie-Wesen erkenne, die mich mit Peitsche und Kettensäge durch die großartige Ruinenkulisse jagen, bin ich fast erleichtert. Es ist doch nur Spaß, denke ich und muss lachen - ziemlich gut gemachter Grusel-Spaß!

Die „Terenzi Horror-Nights“ laufen bis 5. August (freitags bis sonntags) im Wasserturm (Vahrenwalder Straße 267). Eintritt: 16,50 Euro, ermäßigt 12,50 Euro. „Vampires Club“: zehn Euro. Tickets an der Abendkasse und unter:

www.event-turm.de