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Leben in Hannover Tarzan - seit 100 Jahren an der Liane
Hannover Leben in Hannover Tarzan - seit 100 Jahren an der Liane
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21:14 23.08.2012
Von Maren Weitz
Alexander Klaws als Tarzan
Alexander Klaws als Tarzan
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Hannover

100 Jahre Tarzan. Da hat sich viel Material angesammelt. Die Geschichte gibt es als Comic, Roman, Schwarzweißfilm, Zeichentrick... Womit haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?
Seit dem Film von Walt Disney. Außerdem bin ich viel im Zoo gewesen und habe mir auf YouTube Videos von Gorillas angesehen, ihre Bewegungen und ihr Verhalten studiert. Die Filme mit Johnny Weissmueller oder Christopher Lambert habe ich nicht gesehen.

War das eine bewusste Entscheidung?
Nicht unbedingt. Als die Filme populär waren, war ich noch zu jung. Außerdem wurde für das Tarzan-Musical körperlich ein ganz anderer Typ gesucht. Nicht so muskelbepackt wie sie damals waren.

Naja, ein paar Muskeln haben sie ja schon...
Die brauche ich auch, sonst würde ich die Show gar nicht durchstehen.

Wegen der 231 Meter, die Sie fliegend zurück legen?
Das Fliegen ist noch das einfachste. Viel anstrengender sind die Affen-Bewegungen, dafür braucht man viel Ausdauer. Allein so zu sitzen, wie ein Gorilla, ist total anstrengend. Der Körper ist die ganze Zeit über
angespannt, das ist Höchstleistungssport.

Wie halten Sie sich fit für die Rolle?
Am Anfang war ich drei- bis viermal in der Woche mit einem Personal Trainer im Fitness-Studio. Jede Show kommt einem Workout gleich, von dem sich mein Körper erholen muss. Ich mach nur noch leichtes Training, setze mich manchmal aufs Fahrrad.

Hat der erste Flug an der Liane Überwindung gekostet?
Ich hatte schon Respekt, vor allem wegen der Höhe. Beim ersten Flug gab es ein leichtes Kribbeln. Angst hatte ich nicht, dann wäre ich wohl auch die falsche Besetzung.

Ihr Outfit ist ein knapper Lendenschurz. Ist der schon mal verrutscht?
Ich trage ja nicht nur einen Lendenschurz. Darunter ist noch das Geschirr zur Absicherung der Flugszenen und darunter trage ich auch noch eine Boxershorts.Einmal ist das Kostüm allerdings gerissen. Aber ich habe es ganz gut zu kaschieren gewusst.

Steckt in Ihnen ein kleiner Tarzan?
Definitiv. Ich kann mich zu 100 Prozent mit der Rolle identifizieren. Tarzan hat eine jugendliche Naivität, die ich auch an mir manchmal entdecke. Er ist kämpferisch und das bin ich auch. Um meine Ziele zu erreichen, gebe ich alles. Wir sind beide unvoreingenommen und begegnen fremden Menschen ohne Vorurteile.

War Tarzan Held Ihrer Kindheit?
Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich als Kind in Kontakt mit Tarzan gekommen bin. Aber ich kann mich erinnern, dass wir das oft gespielt haben und auf Bäumen rumgeklettert sind. Ich denke, jeder hat schon mal davon geträumt Tarzan zu sein. Und ich bin stolz, dass ich es sein darf. Wenn ich irgendwann mal Kinder habe, werde ich ihnen Fotos zeigen und sagen ‘guck mal, euer Daddy war mal Tarzan’.

Die Zeit an der Liane ist bald vorbei, Ihr Vertrag läuft im Oktober aus. Was kommt danach?
Ich kann die Rolle von Tarzan sehr schlecht loslassen. Ich stecke gerade in den Vertragsverhandlungen und wir schauen mal, ob ich nicht vielleicht noch etwas länger bleibe…(lacht). Endes des Jahres starte ich auf jeden Fall eine kleine Solo-Tour. Außerdem stehe ich in den Startlöchern, um mein sechstes Album aufzunehmen.

  • Vom Superstar zum Dschungelhelden: Wer in die Fußstapfen von Alexander Klaws treten will, kann seine Karriere am 10. September am Steintor starten. Zum zehnten Mal ist RTL auf der Suche nach einem neuen Superstar. Ab 12 Uhr parkt der „DSDS“-Casting-Truck in der Stadt. Für alle unentdeckten Sänger ist es die letzte Chance, ohne Anmeldung vorzusingen - und vielleicht der Beginn einer Karriere.