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Leben in Hannover "Tagesschau"-Sprecher Marc Bator wird 40
Hannover Leben in Hannover "Tagesschau"-Sprecher Marc Bator wird 40
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00:15 05.12.2012
JUNG GEBLIEBEN: Privat mag Marc Bator lässige Klamotten, im „Tagesschau“-Dienst ist Anzug Pflicht.
JUNG GEBLIEBEN: Privat mag Marc Bator lässige Klamotten, im „Tagesschau“-Dienst ist Anzug Pflicht. Quelle: Foto: Jander
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Hannover

Der Anlass dieses Interviews ist Ihnen aber hoffentlich nicht unangenehm ...
Nein. Jetzt steht der 40. Geburtstag unmittelbar bevor und mir geht es wieder gut, Anfang des Jahres sah das aber anders aus. Am Neujahrstag 2012 bin ich aufgewacht und dachte: Oh Mann, jetzt ist es so weit! Weil ich doch sehr an der Jugend hänge, mich überhaupt nicht wie 40 fühle und auch viel mit jüngeren Menschen zusammen bin, hat es einige Monate gedauert. Aber nun kann ich mich sogar ein bisschen auf den Geburtstag freuen.

Sie tragen auch gerne jugendlich-lässige Klamotten, oder?
Definitiv, Chucks und Jeans gehören bei mir zur Grundausstattung. Nicht, weil ich damit auf jugendlich machen will, Kapuzenpullis entsprechen schon meinem inneren Verständnis. Wobei ich auch nicht sagen kann, dass ich mich im Anzug unwohl fühle. Nur Krawatte ist bis heute nicht so mein Fall. Wenn ich es in der Tagesschau nicht müsste, würde ich da am liebsten keine tragen.

Gibt es denn Momente, in denen Sie die 40 schon merken?
Ja, und zwar besonders an aktuellen Entwicklungen im Internet.Bei Facebook habe ich mich vor anderthalb Jahren wider Willen angemeldet. Aber wenn im Fernsehen gesagt wird: „DiskutierenSie mit uns über Twitter“, dann muss ich erst mal nachfragen, wie das denn bitte gehen soll. Ich dachte immer, Twitter ist nur zum Rausschicken. Da bin ich echt nicht mehr vorne (lacht).

Das Alter spielt in der Fernsehbranche eine Rolle, oder?
Ach, bei Männern ist das egal. Ich sehe ja auch privat noch ziemlich jung aus, nur durch das gesetzte Auftreten bei der Tagesschau wirkt jeder beim Betreten des Studios zehn Jahre älter. Aber die Haare sitzen noch da, wo sie sollen, da hab ich keine Probleme.

Eine Leidenschaft haben Sie wiederentdeckt, den Radsport.
Ja, aufgehört habe ich mit dem Radsport vor zwölf Jahren, als ich angefangen hatte, für „ARD Aktuell“ zu arbeiten. Dann kamen die Kinder, da hatte ich auch wieder keine Zeit. Und jetzt hat es bei mir so intensiv eingeschlagen, wie es früher nie gewesen ist.

Als Schüler sind Sie den Gehrdener Berg hochgeradelt, oder?
Nicht ganz: Zur Schule konnte ich laufen, da war der Weg ganz kurz. Aber meine erste Freundinwohnte am Deister, da bin ich auch bei Eis und Schnee mit dem Fahrrad hingefahren. Der Einstieg in den Hannoverschen Radsport-Club ist mir allerdings verwehrt geblieben: Meine Mutter hatte panische Angst davor, dass ich mich da schwer verletzen könnte. Sie hat übrigens bis heute Angst, wenn ich bei Rennen starte.

Haben Sie keine Angst vor Schrammen im Gesicht?
Meine Frau sagt das auch immer, aber bislang lagen die Schrammen immer so, dass man sie in der Tagesschau nicht sehen konnte.