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Leben in Hannover So schön findet die „Queen“ Hannover
Hannover Leben in Hannover So schön findet die „Queen“ Hannover
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07:00 19.06.2014
Von Mirjana Cvjetkovic
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Hannover

Na, hätten Sie sie erkannt? Mit ziemlicher Sicherheit nicht: Denn in Zivil hat Krissie Illing (57) so gar keine Ähnlichkeit mit „Queen Wilma I.“. Das ist die schrullig-komische Königin, die die Britin gerade im GOP mimt. Da ist Illing nur noch bis Sonntag im „Sommersalon“ von Matthias Brodowy (41) zu sehen, es gibt noch Resttickets für 20 bis 39 Euro.

Gestern haben der Kabarettist, seine Bühnengespielin und die anderen Künstler mal außerhalb des Va-rieté-Theaters etwas unternommen - die Truppe cruiste auf Segways durch die Stadt. „Ich liebe Hannover!“ ent- fuhr es Illing gleich. Als sie dann aber das Gefährt (schafft 20 Stundenkilometer) besteigen sollte, waren zunächst andere Emotionen im Spiel - Angst! Aber nachdem die 57-Jährige von Bruchmeister Thorald Abramowski (49, machte eine supertolle Stadtrundfahrt mit genialem Hannover-Wissen!) sanft eingewiesen worden war, war die dann doch schnell verflogen.

Brodowy freute sich, dass er Illing endlich „sein Hannover“ zeigen konnte. Eine Art Revanche. Denn die Comedy-Frau hatte ihm ja Ende April „ihr London“ als Einstimmung auf ihre Show gezeigt (NP berichtete). Es ging diesmal zur Reiterstatue von Ernst August am Hauptbahnhof, zum Kröpcke (auch Ur-Hannoveraner lernten dazu, dass die U-Bahn-Station hier noch heute die größte Europas ist), zur Bundesbank am Georgsplatz und in die Altstadt.

Vorm Broyhan-Haus erläuterte Guide Abramowski, wie die Lüttje Lage einst entstanden ist: Den Leuten war damals schlichtweg das Bier mit seinen drei Prozent zu lasch, also musste Korn dazu! „Oh, Lüttje Lage!“, plapperte Illing dem Bruchmeister nach, „das ist doch das mit den zwei Gläsern! Das haben wir doch auch in London getrunken, oder?“ Richtig, so war es.

Nach einem Trip zum Maschsee, vorbei am Rathaus und zurück zum GOP war nach zwei Stunden Schluss: „Das geht ganz schön in die Oberschenkel“, resümierte Brodowy. Er hat übrigens für das Highlight des Tages in Sachen Nächstenliebe gesorgt: Ein rüstiger Rentner hatte sich lautstark darüber beschwert, dass der Segway-Trupp durch die Fußgängerzone fuhr. Er habe neulich selbst 15 Euro Strafe zahlen müssen, weil er das mit dem Fahrrad getan hatte. Brodowy überzeugte den Mann mit Engelsgeduld, dass dies erlaubt und der Ton seines Gegenübers nun wirklich nicht angebracht ist. Augenblicke später zeigte sich der Passant beschwichtigt: „Sie gehören auf die Kanzel.“ Wenn der wüsste, dass der Kabarettist das als Theologe tatsächlich macht ...

Eins noch: Illing kommt wieder! Harald Böhlmann (70) konnte sie für das Kleine Fest im nächsten Jahr gewinnen - wir freuen uns sehr!