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Leben in Hannover Schöneberger: „Ich glaub`, ich zieh` nach Hannover“
Hannover Leben in Hannover Schöneberger: „Ich glaub`, ich zieh` nach Hannover“
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00:15 06.03.2014
SIE BOHRT TIEF - MIT IHREN FRAGEN: Barbara Schönebergerinterviewt Olivia Jones oder lässt sich von Robbie Williams den Babybauch küssen.
SIE BOHRT TIEF - MIT IHREN FRAGEN: Barbara Schöneberger interviewt Olivia Jones oder lässt sich von Robbie Williams den Babybauch küssen. Quelle: Stephan Pick
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Frau Schöneberger, sind Sie lieber Fragenstellerin oder Befragte?
Ich bin ja Fragenstellerin aus Profession und Leidenschaft. Aber ich muss ehrlich sagen: Ich rede schon sehr gern. Es hört auch gar nicht auf, ich rede mich richtig in Rage.

Das Cover ihrer neuen CD „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ zeigt Sie mit einer Geige. Spielen Sie ein Instrument?
Ja, ich spiele Klavier. Ich war auf einem musischen Gymnasium und musste ein Instrument lernen, ob ich wollte oder nicht. Mit vier oder fünf habe ich mit Klavier angefangen. Erst hat mein Vater mich unterrichtet, der Musiker ist. Aber das ging nicht gut - innerhalb der Familie sollte man sich nicht seine Lehrer suchen. Den professionellen Klavierunterricht danach fand ich immer schrecklich, aber heute bin ich natürlich saufroh, dass ich es kann.

Wird auch Barbara Schöneberger ihre Kinder zwingen, ein Instrument zu lernen?
Selbstverständlich! Es wird natürlich ein Wahnsinns-Kampf werden. Aber auch meine Kinder werden irgendwann dankbar sein. Es gehört einfach dazu.

Woran denken Sie, wenn sie „Hannover“ hören?
Ich hab ein sehr schönes Lied über Hannover geschrieben „Ich glaub ich zieh` nach Hannover, denn da gehör` ich hin“. Den Satz davor sag ich jetzt mal lieber nicht.

Wir sagen ihn aber: „Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich zu durchschnittlich bin ...“
Nein, Hannover ist sehr in meinem Herzen, ich kenne viele Leute dort und bin Hannover ja auch durch das NDR-Sendegebiet und die Talkshow verbunden.

Sie moderieren, singen, gehen auf Tour und haben zwei kleine Kinder. Wie koordinieren das alles?
Ich habe gut organisierte Hilfe. Außerdem bin ich ja nicht ständig auf Auslandreisen, sondern fahre mittags oder nachmittags los und bin bloß manchmal über Nacht weg. Ich hab es also sehr viel besser, als all die arbeitenden Frauen, die morgens ins Büro gehen und abends um 18 Uhr nach Hause kommen. Und das jeden Tag mit 28 Urlaubstagen im Jahr. Mein Leben ist weniger kompliziert als das anderer Mütter.

Sie moderieren den deutsche Vorentscheid für den Eurovision Songcontest in diesem Jahr.
Ja, ich freu mich drauf! Ich bin auch wieder die Moderatorin beim ESC auf der Reeperbahn, aber nicht in Kopenhagen. Leider! Mein Management hat versucht, mich auch in die Songcontest-Moderation reinzuboxen. Aber die wollten partout jemanden aus Dänemark haben.

Und wann übernehmen Sie „Wetten dass ..?“
Da ich ja sehr glücklich bei der ARD bin und bei RTL mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch zu tun habe, wäre es nun wirklich zu viel, auch noch zum ZDF zu gehen ...

Laut Umfrage ist Til Schweiger der coolste deutsche Schauspieler. Was sagen Sie dazu?
Mein liebster Schauspieler ist Sebastian Koch. Der ist, glaub ich, auch toll, wenn er nicht schauspielert. Und Christoph Waltz ist unglaublich toll, den Dortmunder „Tatort“-Kommissar Jörg Hartmann finde ich großartig.

Sind Facebook oder Twitter ein Thema für Sie?
Ich verstehe die Faszination des Ganzen. Aber ich habe bei Facebook nur eine Fanseite. Vielleicht bekehre ich mich noch und werde zur Demi Moore Deutschlands, gehe voran mit Twitter und man kann mich auf Schritt und Tritt verfolgen. Meiner Meinung nach widerspricht es sich allerdings, alles wegzuklagen, was privat über einen berichtet wird, um dann per Twitter-Account zu schreiben, wo man gerade ist und was man isst.

Sie schützen Ihr Privatleben sehr konsequent. Ist das schwer?
Im Gegenteil. Ich glaub es wird schwer, wenn man es öffnet. Dann muss man viel mehr Entscheidungen treffen. So habe ich nur einmal eine Entscheidung getroffen.

Sie werden morgen 40. Ein kurzer Rückblick?
Ich liege gut im Plan: In den 20ern habe ich Gas gegeben, Anfang der 30er bin ich etwas ins Schwanken geraten und wusste nicht, ob es ein gutes Ende nimmt oder ich doch jemanden heiraten muss, der mir nicht so tausendprozentig liegt. Mit 35 wurde alles gut, mit 37 hab ich das erste Kind gekriegt. Ich liege also im deutschen Durchschnitt.

Sie haben also keine Scheu vor der 40?
Überhaupt nicht. Ich lebe ja das perfekte Leben. So, wie es mit 40 sein muss.

Barbara Schöneberger singt am 14. Mai ab 20 Uhr in der Swiss Life Hall. Tickets kosten 37,60 bis 53,70 Euro.

Nina Winter