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Leben in Hannover Rose gibt Gas im Streifenwagen
Hannover Leben in Hannover Rose gibt Gas im Streifenwagen
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17:54 06.01.2017
Von Andrea Tratner
HARTES REVIER: Mit einer Kollegin ist Almondy Rose alias Alexander Sommer auf dem Weg zum Einsatz. „Die Wache Hamburg“ läuft wochentags ab 17 Uhr auf RTL II.
HARTES REVIER: Mit einer Kollegin ist Almondy Rose alias Alexander Sommer auf dem Weg zum Einsatz. „Die Wache Hamburg“ läuft wochentags ab 17 Uhr auf RTL II.
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Hannover

Ab Montag, 17 Uhr, ist Almondy Rose (31) in Alarmbereitschaft: ein schwerer Motorradunfall, eine Party-Prügelei, ein schwangerer Teenager, der auf der Wache zusammenbricht - und das alles in 60 Minuten! Da sind die elf Polizisten gefragt, die in der RTL-II-Serie „Die Wache Hamburg“ in 80 Folgen Dienst schieben. Rose ist einer von ihnen: Alex Sommer heißt seine Figur. Und die hat durchaus Parallelen.

„Er ist nett und freundlich - muss aber in manchen Situationen hart durchgreifen“, sagt Rose über seine Rolle. Das gelingt diesem Alex Sommer im Privatleben nicht unbedingt: „Er läuft irgendwie blind durchs Leben und merkt gar nicht, dass Frauen auf ihn stehen. Alex ist Single, sucht die große Liebe. Und seine Oma wünscht sich, dass es mit dem Lotterleben bald vorbei ist.“

Der Mister Germany von 2012 muss selber schmunzeln, als er das erzählt: „Ich war auch eher immer der Beobachter, hatte nicht so den Mut, Frauen anzusprechen.“ Doch im Jahr des Titelgewinns hat er die Liebe gefunden - beim Beachvolleyballturnier am Steintor baggerte er im Promi-Team mit Filiz Koc (30), türkische Fußballnationalspielerin, Model und einst bildhübsche „Tatort“-Leiche. Es funkte, als Rose ein Missgeschick passierte: „Ich hatte Kleingeld in der Hosentasche. Als ich sie über einen Stuhl hängte, ist alles rausgepurzelt. Filiz hat beim Aufsammeln geholfen.“ Das Paar ist verlobt, vor zweieinhalb Monaten kam Töchterchen Bella Sky zur Welt.

Ein Grund für den gelernten Medizintechniker, der in der Familienfirma „Lichtklinikum Hannover“ in der Osterstraße mitgearbeitet und Bio-Bestrahlungsgeräte gewartet hat, sein Leben zu überdenken, neue Karrierepläne zu schmieden: „Modeln war mir irgendwann zu monoton. Ich wollte eine Veränderung, die funktioniert. Denn ich will für meine Familie sorgen.“ Bella Sky habe alles verändert: „Ich könnte sie stundenlang angucken, ohne dass sie irgendwas macht. Ein un-glaubliches Gefühl“, sagt er mit großer Zärtlichkeit in der Stimme. Mit seiner Verlobten habe er lange diskutiert über mögliche Jobrichtungen - dann kam der Anruf einer Produktionsfirma, in deren Kartei er nach einer Komparsenrolle für „Köln 50667“ gelandet war.

Im Casting für „Die Wache“ musste er eine Festnahme durchführen - und machte offenbar Eindruck. Im Herbst begannen die Dreharbeiten in Hamburg, Rose hat Vertrag bis Ende Februar. Dann entscheiden wohl die Quoten. Der 31-Jährige würde gern weitermachen - er tritt ja quasi in die Fußstapfen seines Vaters Gert Rose (70). Der hatte mit 18 bei der Polizei in Essen angefangen und später bei der Kripo gearbeitet. „Ich kenne das aber nur aus Erzählungen, er hat aufgehört, bevor ich auf die Welt kam“, sagt Rose.

Dafür gab’s Unterstützung beim Dreh: „Der Dienststellenleiter und zwei Kollegen am Set sind echte Polizisten, wir wurden intensiv geschult, damit alles realitätsnah aussieht. Ich bin jetzt viel gelassener.“ Er lacht: „Früher war ich furchtbar nervös, wenn die Polizei mich angehalten hat. Jetzt kenne ich die Routineabläufe ...“

Die Serie trägt den Stempel „Scripted Reality“. Was bedeutet das? „Für uns Darsteller gibt es einen Leitfaden und O-Töne, an die wir uns halten. Dazwischen entstehen aber viele Freiheiten.“ Rohmaterial hat er schon gesehen. „Ich bin nicht perfekt, ich mache Fehler“, sieht er - und findet es toll, dass er eine Frau mit Schauspielerfahrung an seiner Seite hat: „Filiz unterstützt mich. Ich sehe Kritik auch nicht pessimistisch, daran wächst man.“ Für ihn steht fest: „Ich habe Lust auf Schauspielerei.“