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Leben in Hannover Patrick Feldmann: „Ich hab gerade übermenschliche Kraft“
Hannover Leben in Hannover Patrick Feldmann: „Ich hab gerade übermenschliche Kraft“
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00:15 13.12.2013
Von Mirjana Cvjetkovic
ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT: Patrick Feldmann beim Besuch der NP im Medienzentrum an der Goseriede.
ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT: Patrick Feldmann beim Besuch der NP im Medienzentrum an der Goseriede. Quelle: Dröse
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Hannover

Um das schon mal vorwegzunehmen: Was für ein Wirbelwind, was für ein Flummi, dieser Patrick De Souza Campelo Feldmann (24)! „Ich bin doch eigentlich jetzt schon ein Gewinner. Ich habe es ins Finale geschafft! Ich kann das noch gar nicht so richtig glauben. Und jetzt brauche ich ein Konzept für Samstag. Das steht nämlich nur ganz grob.“ Das sprudelt aus dem quirligen Kerl nur so heraus, als der Finalist des RTL-„Supertalents“ gestern Nachmittag die NP am Steintor besucht.

Foto: Rainer Dröse

Wie viel er seit seinem Einzug ins Finale geschlafen hat? „Irgendwie so gar nicht“, überlegt Feldmann, der in Ahlem lebt. „Ich muss noch so viel machen.“ Aber der Reihe nach. Hat sein Auftritt am vergangenen Samstag denn so hingehauen, wie er sich das vorgestellt hat? „Es hat alles super geklappt. Naja, bis auf Dieter ...“, sagt der Tänzer und meint „Supertalent“-Juror Dieter Bohlen (59). Der fand nämlich Feldmanns bisherige Auftritte besser. „Dabei wollte ich mal weg von der Comedy und nicht immer das Gleiche machen“, erklärt der. „Ich wollte was Stärkeres, was Kraftvolleres bieten.“ Den Zuschauern hat es gefallen, sie wählten den jungen Mann eine Runde weiter.

Er scheint viele Fans da draußen zu haben: „Mein Facebook-Postfach explodiert gerade, ich habe bestimmt 3000 neue Nachrichten seit Samstag. Ich komme gar nicht hinterher.“ Muss er ja auch nicht, denn er versucht sich erstmal aufs große Finale vorzubereiten. Heute gehts zurück nach Köln. „Proben, Kostüme, Interviews“ kämen da hauptsächlich auf den 24-Jährigen zu. Auch wenn ihm der Hype um seine Person (er ist Single!) schmeichelt und gefällt: „Toll, diese Resonanz. Ich wollte so ein Leben in der Öffentlichkeit, das ist wirklich geil.“

Aber am allerwichtigsten ist die Show am Samstag (20.15 Uhr, RTL), am Konzept feilscht Feldmann noch. „Ich suche Lieder und schneide die Musik zusammen, dann überlege mir ich die Tanzbewegungen und die Geschichte für den Auftritt.“ Zweieinhalb Minuten hat er, wie die anderen neun Finalisten auch.

Wen fürchtet er da am meisten? Er überlegt kurz, seine Füße zappeln. „Ich denke, dass der Opernsänger Fortunato Lacovara gute Chancen hat“, so Feldmann. Und die Tanz-Kombo „Fantastic 5“ könne ihm gefährlich werden: „Ich denke, dass nur ein Dance-Act richtig auf Stimmenfang gehen kann - die oder ich.“

Und was ist mit der Überraschungsfinalistin Heidi Schimiczek (61)? Die ist ja eher schrill unterwegs als wirklich talentiert ... „Ich muss versuchen, ihr Zuschauerstimmen abzujagen. Deshalb will ich was zeigen, das auch die etwas ältere Generation packt und am Herzen berührt.“ Seinen Vater Michael, der bis vor Kurzem noch gar nichts von der Tanzleidenschaft seines Sohnes hielt, hat Feldmann überzeugt. „Der war super stolz und ist aus allen Wolken geflogen, als er mich gesehen hat.“ Feldmann Senior hatte ursprünglich nämlich ganz andere Dinge mit ihm vor, „eine Banklehre sollte ich machen.“ Zum Einstellungstest ging er auch, „die kamen da mit so übelstem Kram wie Bruch- und Prozentrechnung“, erinnert sich der Tänzer. Und in einen Anzug musste er sich auch zwängen - das passt echt gar nicht zu ihm. „Naja, die haben sich nach dem Einstellungstest auch nie wieder gemeldet.“

So fiel es ihm leichter, sich seiner Tanzkarriere zu widmen, in Braunschweig und Wolfenbüttel gibt er längst Kurse („die platzen gerade aus allen Nähten“), in Hannover sucht er noch nach einer Tanzschule. Oberste Priorität hat aber das „Supertalent“-Finale. Selbst wenn er verlieren sollte, ist er glücklich: „Keiner kann mir die Freude mehr nehmen.“

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