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Leben in Hannover Papst ist fit für Challenge mit Joey Kelly
Hannover Leben in Hannover Papst ist fit für Challenge mit Joey Kelly
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21:35 13.02.2014
SPORTLICH, SPORTLICH: XeniaPapst trainiert hart für die sportliche Reise zum südlichsten Ort der Welt - die Feuerland-Inseln.
SPORTLICH, SPORTLICH: Xenia Papst trainiert hart für die sportliche Reise zum südlichsten Ort der Welt - die Feuerland-Inseln. Quelle: Petrow
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Hannover

Nanu, die einst weit über Schulter fallenden Haare sind ab. Ist das wegen der Expedition? Xenia Papst (31) lacht und sagt: „Das fragen alle!“ Sie wollte aber einfach mal was Neues. Und es steht der durchtrainierten Frau mit den großen, strahlenden Augen. Sonntag macht sich die Hannoveranerin auf zur Camp David Expedition - es geht an den südlichsten Ort der Welt: Puerto Williams auf den Feuerland-Inseln.

Zwei Teams starten in Punta Arenas in Chile. Unter der Führung von Ex-Musiker und Extremsportler Joey Kelly (41) nehmen zehn Teilnehmer den Weg über das Land Patagoniens. Weltklasse-Taucher Sven Penszuk (43) führt acht Leute auf dem Schiff um das Kap Horn - darunter Papst. „Da sind Wellen von fünf oder sechs Metern Höhe ganz üblich. Es herrscht fast jeden Tag Sturm.“ Es habe schon seinen Grund, dass dort der größte Schiffsfriedhof der Welt sein soll. Die Sportlerin beruhigt: „Es wird sehr auf unsere Sicherheit geachtet, es sind erfahrene Leute dabei, wir haben einen Arzt mit an Bord und sind gut ausgerüstet.“ Selbst das Militär ist mit einem Helikopter abrufbereit - für den Notfall. Warum macht man so einen Trip mit? „Ich bin total gespannt auf die Natur und das krasse Wetter. Das ist eine einmalige Gelegenheit!“

Etwa 2000 Bewerber waren auch neugierig: In einem viertägigen Camp in Leipzig wurde ausgewählt, wer mit auf Reise gehen darf. „Wir mussten einen Fitness-Parcour wie bei der Bundeswehr machen - manche, die eh beim Bund sind, haben sich gefreut und gescherzt, dass sie das täglich schon vor dem Frühstück machen“, erzählt die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin und erklärt damit die Zweifel bezüglich ihrer Fitness, die sie zunächst hatte. Zwischen der Nachricht, dass sie antreten darf, und dem Camp, hatte sie acht Wochen Zeit zum Trainieren.

Mit einem Kollegen hat Papst ihre Schwimmtechniken perfektioniert. Mit einer Freundin ist sie auf dem Maschsee Segeln gegangen. Joggen und Volleyball stehen bei ihr ohnehin mehrfach die Woche auf dem Plan. Nur ums Tauchen machte sich die 31-Jährige keine Sorgen - das macht sie schon seit Jahren. Dann aber der Schock: Apnoetauchen wurde getestet. Dabei benutzt man kein Atemgerät, sondern taucht nur solange man die Luft anhalten kann. „Das hatte ich vorher noch nie gemacht, aber wir bekamen eine gute Einweisung und ganz ehrlich, das war am Ende der einzige Moment, in den vier Tagen, in dem man mal zur Ruhe kam.“

Die Referentin eines Fernleitungsnetzbetreibers war erfolgreich und kam stolz zurück in ihre Wohnung nach Groß-Buchholz. „Meine Sportschuhe habe ich danach mit einem Hochdruckreiniger putzen müssen, so voller Schlamm waren sie.“ Für die zweiwöchige Expedition wird ihr die Kleidung von Camp David gestellt. Mal sehen, wie die ausschaut, wenn die 31-Jährige mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurückkommt. Viel Erfolg, alles Gute!