Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Leben in Hannover Neues Quiz: Was wissen Sie über Niedersachsen?
Hannover Leben in Hannover

Neues Ratsepiel: 100 Fragen im Niedersachsen-Quiz

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:47 09.09.2021
Vor dem niedersächsischen Landtag: Natascha Manski hat das Niedersachsen-Quiz entwickelt.
Vor dem niedersächsischen Landtag: Natascha Manski hat das Niedersachsen-Quiz entwickelt. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Welche Telenovela spielt in Lüneburg? Wie heißen die acht Großstädte in Niedersachsen? Aus welchen Zutaten besteht Labskaus?

100 Fragen und 100 Antworten hat Natascha Manski rund um das Bundesland gesammelt und daraus das brandneue Niedersachsenquiz (Grupello, 12,90 Euro) entwickelt. „Ich hätte auch 200 Fragen und Antworten geschafft“, sagt die 48-Jährige vergnügt. „Niedersachsen ist so vielfältig!“

Manskis Roman liegt seit Corona auf dem Eis

Seit 2010 arbeitet Manski, die sich bei der „Nordwestzeitung“ in Oldenburg zur Redakteurin ausbilden ließ, als Pressesprecherin beim Landeswirtschaftsministerium. In ihrer Freizeit aber ist sie leidenschaftliche Autorin, hat unter anderem bei Rowohlt die Küstenkrimis „Fanggründe“ (320 Seiten, 9,99 Euro) und „Seebestattung“ (352 Seiten, 9,99 Euro) herausgebracht. Eigentlich war sie dabei, einen neuen Roman zu schreiben, wegen Corona legte sie den Plan aber vorerst auf Eis. „Für einen Roman oder Krimi muss ich an den Schauplätzen recherchieren und viel reisen – das ging im Lockdown nicht.“

Neues aus der Gastro-Szene

Die Neuigkeiten rund um Hannovers Gastronomie-Szene jeden Donnerstag gegen 12 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Durch Zufall entdeckte sie, dass es in der Bundesländer-Quizreihe des Grupello-Verlags noch eine Lücke gab: Das Quiz über Niedersachsen fehlte. „Ich habe den Verlag angeschrieben, drei Frage- und Antwort-Proben hinterhergeschickt und hatte den Auftrag.“

Bunte Punkte stehen für Orte und Wissensgebiete

Manski ging strukturiert an die neue Aufgabe. „Ich habe mir als erstes eine Niedersachsenkarte besorgt und genau studiert.“ Eine Vorgabe des Verlags war, verschiedene Wissensgebiete zu berücksichtigen, etwa Politik, Gesellschaft, Kultur, Promis und Wirtschaft. Jede Rubrik bekam bei Natascha Manski eine Farbe, mit bunten Punkten kennzeichnete sie auf der Karte, für welche Region sie Fragen welcher Wissenskategorien gesammelt hatte.

Vielfältig: Manski hat bei den Quizfragen viele Themengebiete gemischt. Quelle: Braun, Julia

„Das sollte verhindern, dass ich zum Beispiel rund um Celle nur den Bereich Wirtschaft abfrage.“ Ein halbes Jahr arbeitete sie in ihrer Freizeit intensiv an dem Projekt und war froh über die Beschäftigung im Corona-Lockdown. „Andere haben in der Zeit einen Sauerteig angesetzt, ich habe Fakten über Niedersachsen gesammelt.“

Reichlich Neues hat die Ministeriumsmitarbeiterin, die aus der Wesermarsch stammt, über ihr Heimatland gelernt, manches hat sie überrascht. „Ich wusste nicht, dass wir in Niedersachsen einen Weltmeister im Handtaschenweitwurf haben“, sagt sie und lacht. Im Jahr 2016 hatte Stefan Koopmann aus Brake an der Unterweser bei dem Wettbewerb die Handtasche seiner Mutter 46,20 Meter weit geschleudert – Rekord.

Natascha Manskis nächstes Projekt dreht sich um Hannover – auch die Kiosk-Kultur (wie hier in „Gottfrieds Feinkiosk“ am Landtag) spielt eine Rolle. Quelle: Frank Wilde

Natascha Manskis nächster Roman wird in Hannover und in der Wesermarsch spielen. Es ist aber nicht ihr einziges Projekt. Ein weiteres Quiz steht an – über Hannover. „Der Grupello-Verlag hat ein neues Heimatquiz-Format entwickelt“, erzählt die 48-Jährige. Anders als in den bisherigen Stadt-Quizformaten sei die Packung größer, auch die Ausrichtung unterscheidet sich. „Es gibt längere Fragen zu verschiedenen Schauplätzen der Stadt, die man aufsucht und auf Lösungssuche gehen kann.“ Sei das bisherige Format rein wissensorientiert, gehe es in der neuen Reihe eher um das Erleben. Kommendes Frühjahr soll die Hannover-Ausgabe erscheinen.

Ihre Recherchen haben bereits begonnen. „Das Sprengel Museum wird eine Rolle spielen, das Strandleben, der Hannocino-Becher und die Lose-Läden“, verrät die Autorin, die für die Vorbereitung viel umherfährt und auch an Führungen teilnimmt. Die Ideen drohen ihr nicht auszugehen. „Ich bin ein total neugieriger Mensch. Ich lerne gerne Leute kennen und probiere Neues aus.“ Bei ihrer Arbeit im Ministerium sei sie an Fakten gebunden, beim Schreiben nicht. „Schreiben ist für mich wie ein Spielplatz, dabei kann ich mich austoben.“

Hier gibt es noch mehr Spaß mit Hannover-Spielen!

Das „Hannover-Quiz“ (Grupello, 12,90 Euro, ab zwölf Jahre) ist ausgestattet mit 100 Fragen und Antworten zur hannöverschen Lebensart. Wer ist eigentlich der Schinkel von Hannover? Was hat es mit den Göttinger Sieben auf sich? Was gehört in die Welfenspeise? Und welchen Wettbewerb hat noch mal Lena Meyer-Landrut gewonnen? Das sind nur einige Fragen, die im Quiz auftauchen.

Wennigsen bekommt ein eigenes Brettspiel: Die Spieler fahren durch den Ort und beantworten Fragen zur Gemeinde. Quelle: privat

Ähnliche Quizze gibt’s zu einigen Umlandgemeinden: Da sind zum Beispiel „50 Jahre Stadtrechte – Das Barsinghausen-Spiel“ (sieben Euro, ab 14 Jahre) mit 150 Fragen zur Barsinghäuser Stadtgeschichte. Oder „De Facto – das Gehrden-Spiel“, auch in der ganz neuen Wennigsen-Version (De Facto, 24,99 Euro, ab 9 Jahren) mit je 360 Fragen über die Gehrdener und Wennigser Lebensart.

Um Bilder geht’s im „City-Memo“ (Braeuer, 16,99 Euro, ab vier Jahren). Das Spiel orientiert sich am klassischen Memory-Spiel, zwei Bilderpaare wollen jeweils gefunden werden. In diesem Falle mit Hannover-Motiven. Wer die meisten Bilderpaare entdeckt, hat gewonnen.

Bilderpaare: City-Memo mit Highlights aus Hannover. Quelle: Hersteller

Geschichtlich wird’s bei „Anno Domini“ (Abacus, 13,99 Euro, ab zehn Jahren), bei dem Kartenspiel müssen geschichtliche Ereignisse zeitlich korrekt eingeordnet werden. In der Hannover-Ausgabe sind das Ereignisse, die sich mit der Region beschäftigen. Aber keine Sorge, auch wer geschichtlich nicht so firm ist, hat Chancen: Keiner kennt alle Ereignisse, die beim Spiel eingeordnet werden sollen. Wer gut bluffen und überzeugende Geschichten zu den Ereignissen erfinden kann, legt seine Mitspieler herein und punktet.

Und wer spielend neue Menschen kennenlernen möchte, kann auch das in der Region: „Die Spiel(e)gemeinschaft Hannover“ lädt auf ihrer Website ein, sich für ein Spiel anzumelden. Zur „Auswahl von Spielen, die bei uns auf dem Tisch landen“ gehören etwa „Kingdom Builder“, „Zoff im Zoo“, „Flügelschlag“, „Bohnanza“ oder „Die Tore der Welt“.

Auch beim „Spieleverein Hannover e.V.“ geht’s ums spielende Miteinander mit Rollen-, Brett- oder Kartenspielen. Dienstags beschäftigen sich die Mitspieler mit Videospiele-Klassikern, mittwochs mit „Das Schwarze Auge“, donnerstags mit Brettspielen wie „Agricola“, „Le Havre“ oder „Runebound“. Freitags kommt „Magic: The Gathering“ auf den Spieletisch, samstags die „Champions“, „Shadowrun“ oder „Zombicide“ und sonntags das System „Pathfinder“. Infos und Anmeldung über die Homepage.

Von Julia Braun und Verena Koll