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Leben in Hannover Mr. & Mrs. Panda: Verliebt in ihre Fabelwesen
Hannover Leben in Hannover Mr. & Mrs. Panda: Verliebt in ihre Fabelwesen
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17:53 20.12.2016
Hannover, 16.12.2016: Besuch bei den Jungunternehmern von Pandaliebe.de Mr. und Mrs. Panda  Foto: Michael Wallmüller
Hannover, 16.12.2016: Besuch bei den Jungunternehmern von Pandaliebe.de Mr. und Mrs. Panda Foto: Michael Wallmüller Quelle: Michael Wallmueller
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Hannover

In der Werkstatt des Internet-Versandhandels „Mr. & Mrs. Panda“ in Ricklingen herrscht kurz vor Heiligabend ein Betrieb wie beim Weihnachtsmann höchstpersönlich. Fleißige Mitarbeiter bedrucken Kissenhüllen mit Einhornmotiven, verstauen Eulen-Tassen und packen Fuchs-Postkarten mit schlauen Sprüchen ein. Kartons und Versandtüten stapeln sich im Eingangsbereich. „Das sind die Bestellungen von heute“, sagt Nora von Gadenstedt (28).

Die gelernte Heilerziehungspflegerin hat das Unternehmen 2014 zusammen mit ihrem Freund gegründet. Was als Halbtagsprojekt begann, ist längst zum Vollzeitjob geworden. „Am Anfang hatten wir vier bis fünf Verkäufe am Tag“, erinnert sich „Mr. Panda“ Tobias Pirk (37), „jetzt liegt die Zahl im vierstelligen Bereich.“

2012 lernte sich das Paar über das Internet kennen. „Als ich Nora das erste Mal besuchte, sind mir ihre Zeichnungen aufgefallen“, erzählt Pirk. „Ich habe sie dann überzeugt, mehr aus ihrem Talent zu machen.“

Ein Name war schnell gefunden. Warum Pandas? „Die sind gemütlich, jeder mag sie und insgesamt sind sie unglaublich wundervoll“, sagt von Gadenstedt lächelnd. „Außerdem wollten wir einen Namen, der überall auf der Welt ein Begriff ist.“

In seinen Büroräumen vereint das Panda-Duo Produktentwicklung, Produktion und Versandhandel unter einem Dach. Eine schmale Holztreppe führt in den zweiten Stock. Hier befindet sich von Gadenstedts Malzimmer. Sie ist für die Designs der zahlreichen Kollektionen verantwortlich. „Männer können Zauberhaftes nicht so gut rüberbringen“, findet sie. Pirk pflichtet ihr bei: „Noras verträumte Art ist unsere Stärke, ich kümmere mich lieber um das Organisatorische.“

Ihre Ideen bringt von Gadenstedt mit Acryl- und Aquarellfarben aufs Papier. „Andere zeichnen direkt auf dem iPad, aber mit Technik kann ich nicht so gut umgehen“, sagt sie. Ihre Motive sind zum Liebhaben. Meist sind es Tiere, liebevoll gemalt und mit einem besonderen Blick für Details. „Ich liebe Disney-Filme“, verrät von Gadenstedt, „und Tiere, die menschliche Dinge tun“. Das erklärt, wieso Einhörner bei ihr Cocktails schlürfen dürfen.

Die Einhorn-Kollektion wird am stärksten nachgefragt. Sie war schon Teil des Sortiments, bevor die Fabelwesen zum Trend-Objekt wurden. „Das letzte Einhorn“ zählt zu von Gadenstedts Lieblingsfilmen. „Ich habe das Video so oft geschaut, dass irgendwann kaum noch etwas auf dem Band erkennbar war“, berichtet sie lachend. Die Erfolgsgeschichte des Einhorns erklärt sie so: „Unsere Motive sind ein Ausflug in eine Fantasiewelt. Gerade in der heutigen Zeit wünschen sich die Menschen, kurz in Träumereien abtauchen zu können.“

Im Malzimmer stapeln sich Mappen mit fertigen Bildern. Von Vögelchen, Blättern und anderen Naturmotiven. Es sind so viele, dass von Gadenstedt sie im Frühjahr als Buch auf den Markt bringen will. „Anleitung zum Glücklichsein“ soll es heißen. Darin gibt sie Tipps, die kein Geld kosten, aber das Leben um schöne Momente bereichern. Muscheln sammeln und Blumen pressen zum Beispiel. Das Glück findet sich eben in den kleinen Dingen.

Wann in der Werkstatt Feierabend ist, ist an diesem Tag nicht absehbar. „Wir gehen erst nach Hause, wenn alle Bestellungen abgearbeitet sind“, verspricht von Gadenstedt. Bis Weihnachten arbeitet das Team jeden Tag durch. Dank der guten Auftragslage sind mittlerweile sieben Vollzeitkräfte im Einsatz. Im neuen Jahr geht es mit neuen Ideen und Produkten weiter. Pirk verrät: „Wir planen eine Katzen-Kollektion und werden Handtücher in unsere Produktpalette aufnehmen.“ Trotz der vielen Arbeit sind beide glücklich, wie sich ihr Unternehmen entwickelt hat. Von Gadenstedt sagt: „Es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Wir lieben das, was wir hier tun.“

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Janina Scheer